KIND SEIN
Shownotes
In Folge 10 startet Claudia Redlhammer die dreiteilige Reihe Mutter, Vater, Kind.
Themen dieser Folge: Das Spiel Mutter, Vater, Kind als Bild für eine Rolle ohne Anleitung. Der Satz von Robert Betz, dass wir in mindestens fünfzehn Jahre Ohnmacht hineingeboren werden. Wie das innere Kind als Speicherort früher Gefühle wirkt und warum es bei Erwachsenen plötzlich wieder aufwacht. Die Geschichte des neunjährigen Jonas, in der Schule als Störenfried abgestempelt, dessen Wut in Wahrheit Schutz ist. Warum brave, angepasste Kinder oft länger in der Ohnmacht bleiben als die rebellischen. Claudias eigene Geschichte: das Aufwachsen bei der Großmutter, deren beginnende Demenz das Haus in ein Gefängnis verwandelte. Die prägende Erinnerung an das sonntägliche Baden mit körperlicher Gewalt. Die zentralen Verse aus Kahlil Gibrans Der Prophet von 1923 über Kinder als lebende Pfeile. Drei Fragen zum Mitnehmen, gerichtet an das eigene innere Kind.
Ausblick auf die nächste Folge: Vater sein. Eine Rolle, die für Claudia besonders zart ist, weil sie selbst keinen Vater hatte. Drei Männer aus drei Generationen werden zu Wort kommen.
email an: claudia@redlhammer.com
Transkript anzeigen
00:00:03: Herzlich willkommen in meinem Fühlraum.
00:00:06: Mein Name ist Claudia Riedelhammer und ich freue mich sehr, dass du heute wieder hier bist.
00:00:12: Komm einen Moment an.
00:00:15: Atme tief ein und lange wieder aus.
00:00:20: Noch einmal.
00:00:21: Tief einatmen und ganz lange wiederaus atmen.
00:00:28: Gut!
00:00:29: Jetzt bin ich bei dir.
00:00:32: Heute beginnt eine neue Reihe Eine kleine Trilogie, drei Folgen die zusammengehören.
00:00:40: Ich nenne sie Mutter-Vater Kind angelehnt an das Spiel aus unserer Kindheit.
00:00:47: ich nehme dich wieder an einen Ort mit ein Garten irgendwo eine Wiese.
00:00:53: da sitzen drei Kinder auf einer Decke.
00:00:56: Ein Kind spielt die Mama ein Kind spielt den Papa und ein Kind ist das Kind.
00:01:04: Sie haben das Spiel nicht erfunden.
00:01:06: Sie haben es übernommen von ihren älteren Geschwistern, der Tante und den Erwachsenen die sie tagsüber beobachten.
00:01:16: Sie kochen mit unsichtbaren Töpfen.
00:01:18: Sie schimpfen mit hoher Kinderstimme.
00:01:20: Sie haben Streit und vertragen sich.
00:01:23: Sie nehmen das Baby auf den Arm.
00:01:26: Manche von uns haben dieses Spiel gelebt und manche haben es gehasst – und wir alle kennen es!
00:01:34: Für viele wurde dieses Spiel irgendwann Realität.
00:01:38: Wir sind ausgezogen, haben jemanden geheiratet ein eigenes Kind in den Arm gelegt bekommen.
00:01:45: Und auf einmal waren wir nicht mehr das Kind da spielt sondern die Mama oder der Papa.
00:01:53: und doch hat dieses Spiel etwas verraten.
00:01:56: es ist von jeher ein Spiel ohne Anleitung.
00:01:59: Es gibt keine gültigen Regeln, es gibt keinen Beitbackzettel und vielleicht ist das der Grund warum wir in diesem Spiel manchmal versagen.
00:02:09: In den nächsten drei Folgen schauen wir uns diese drei Rollen ganz genau an.
00:02:14: Heute beginne ich mit der ersten Rolle, in der wir alle einmal angefangen haben – mit unserer Rolle als Kind.
00:02:23: Robert Betz, Coach und Seminalleiter hat einen Satz, den ich oft in mir trage gesagt.
00:02:30: Er sagt sinngemäß «Wir werden hineingeboren» in mindestens fünfzehn Jahre Unmacht!
00:02:39: lasst diesen Satz und den Gedanken dahinter einen Moment in dir wirken.
00:02:45: Ohnmacht ist ein hartes Wort, aber es ist genau das richtige Wort – denn Wir sind ohne Macht!
00:02:55: Es wird über uns bestimmt, wann wir essen, wenn wir schlafen oder spielen dürfen.
00:03:01: Wann wir auf die Toilette gehen?
00:03:03: Was wir anziehen?
00:03:05: Mit wem wir reden und spielen dürfen?
00:03:07: Und mit wem
00:03:07: nicht?!
00:03:09: Viele Kinder bekommen Liebe- und Zärtlichkeit nur dann wenn es dem Elternteil gerade hinein passt.
00:03:15: Nicht dann, wann Sie es brauchen!
00:03:20: Und dann kommt die Schule.
00:03:21: Wir müssen stillsitzen, wir müssen Dinge lernen, die uns oft nicht interessieren und viele von uns überfordern.
00:03:29: Wir wachsen in absoluter Abhängigkeit auf körperlich emotional finanziell.
00:03:36: Wir können nicht weg.
00:03:37: Wir haben keine Wahl.
00:03:40: Viele von uns tragen diese Erfahrungen unbewusst in sich ein ganzes Leben lang.
00:03:46: Hast du dich schon einmal gefragt, wo deine Wut eigentlich herkommt?
00:03:50: Wenn du als Erwachsene laut schreist und tobst.
00:03:54: Wenn du eine Nachricht liest und plötzlich Hitze im Brustkorb spürst – und Druck!
00:03:59: Wenn du dich beim Autofahren ertappst wie du fluchst das dich kaum wer wiedererkennt.
00:04:05: Gefühlt bist das meistens nicht du Nicht.
00:04:08: die Erwachszene, die du heute bist Das ist dein inneres Kind.
00:04:14: Das was du als kleines Mädchen oder als kleiner Junge nicht aussprechen durftest was du nicht ausleben durftest, was dich auf eine sehr leise Art verzweifelt gemacht hat weil du immer wieder ausgeliefert warst.
00:04:27: Alte Gefühle kochen hoch wenn sie getriggert werden.
00:04:31: Sie warten nur darauf.
00:04:33: Vielleicht hast Du den Begriff inneres Kind schon einmal gehört vielleicht auch nicht.
00:04:38: Wenn Du ihn heute neu hörst dann stell ihn Dir so vor Dein inneres kind ist nicht wirklich eine zweite Person in dir.
00:04:47: Es ist wie ein Speicherort, ein Ort tief in deinem Körper an dem die frühen Verletzungen liegen.
00:04:53: Die alten Ängste, die alten Gefühle von Hilflosigkeit – die ersten Sätze, die du über dich gehört hast!
00:05:00: Und dieses immer generik Kind in dir ist nicht weg nur weil du erwachsen geworden bist.
00:05:06: Es ist nur leiser geworden bis es eines Tages immer wieder aufwacht.
00:05:11: Ich erzähle dir von einem kleinen Klienten.
00:05:14: Er kam mit neun Jahren zum ersten Mal in meine Praxis.
00:05:17: Jonas, große blaue Augen, blondes, struppeliges Haar... Ich habe von Anfang an gedacht, seine Haare sind so unbändig wie sein Wesen.
00:05:28: Solche Kinder schließe ich ganz besonders im Mein Herz – wahrscheinlich weil sie mich an mich selbst erinnern!
00:05:36: Seine Mutter hat den früh bekommen, mit zwanzig.
00:05:39: Sie war selbst gefühlt noch ein Kind.
00:05:41: Auch sie kam regelmäßig zu mir ins Coaching.
00:05:44: Das ist meistens eine Bedingung, wenn ich mit einem Kind arbeite.
00:05:48: Ohne die Mitarbeit der Eltern gibt es keine Veränderungen beim
00:05:51: Kind.".
00:05:53: In der Schule galt Jonas immer schon als schwierig – als Störenfried!
00:05:57: Er hat das nicht geschafft, eine einzige Schulstunde ruhig sitzen zu bleiben.
00:06:01: Er hat Späße gemacht, gestenkt, sogar während der Stunde Mitschüler geschubst.
00:06:07: In seiner ersten Sitzung habe ich ihn gefragt, worum er das macht?
00:06:14: Keine Ahnung, ich muss einfach.
00:06:15: Ich bin oft so wütend und mir ist immer so schrecklich
00:06:18: langweilig.".
00:06:20: Und warum bist du so wüttend?
00:06:21: Habe ich
00:06:22: gefragt?".
00:06:23: Und Jonas hat gesagt, na weil ich einfach machen will was ich will nicht was die anderen wollen.
00:06:31: machte kurz bewusst was dieser kleine Junge da sagt.
00:06:36: mit Jonas es nämlich alles in Ordnung erst kein gestörtes Kind so sehr ihm das System auch einreden will dass er es isst.
00:06:45: Jonas rebelliert nur früher und stärker als andere Kinder.
00:06:48: Gegen diese Ohnmacht, die so viele in der Stille mit sich tragen.
00:06:52: Seine fehlende Impulskontrolle hilft ihm dabei.
00:06:57: Ich will das nicht beschönigen oder vereinfachen.
00:06:59: Zwei meiner fünf Kinder waren auch unbändige Rebellen.
00:07:03: Auch ihre Gefühle waren und sind lauter als die der anderen.
00:07:06: Als Mutter war es oft schwer auszuhalten Auch weil sie ein besonderes harte Spiegel für mich waren Und sind.
00:07:14: Manchmal brachten sie mich an den Rand der Verzweiflung und manchmal kostete es mich unbändige Kraft, das Wichtigste versprechen dass ich mir schon als Kind gegeben habe einzuhalten.
00:07:27: Ich dachte immer wenn ich groß bin und Mama bin werde ich niemals meine Kinder schlagen egal wie böse sie sind.
00:07:36: ja ich kann heute sagen ich habe dieses Versprechen an mich selbst gehalten in thirty fünf Jahren Mutterschaft.
00:07:45: Oft jedoch kostete es mich meine ganze Willenskraft.
00:07:49: Oft habe ich im Garten mit mir selbst geschrien vor unbändiger Wut und noch viel öfter geweint, weil ich nicht wusste wie ich meinen kleinen Zwillinge auf das Leben vorbereiten konnte.
00:07:59: Heute als Mama- und Coach weiß ich Es gibt keine bösen Kinder.
00:08:03: Sie sind wie sie sind Ein Teil von uns Und wir können sie nicht einfach zurückgeben.
00:08:11: Die braven angepassten Kinder von uns trauen sich das nicht.
00:08:14: Sie haben Angst, geschimpft zu werden.
00:08:16: Angst nicht geliebt zu werden, Angst nicht dazuzugehören!
00:08:20: Sie bleiben in der Unmacht oft bis zur Pubertät und manchmal bleiben sie ein ganzes Leben lang darin weil das innere Kind nicht den Mut hat sich so zeigen und zu rebellieren.
00:08:33: Zu Kindern wie Jonas sage ich Deine Wut ist nicht dein Feind deine Wut is dein Freund.
00:08:40: sie beschützt dich.
00:08:42: sie ist die Stimme die dir sagt hey ich bin hier Vergesst mich nicht.
00:08:46: Und sie ist dafür da, dass niemand etwas mit dir machen kann was du nicht willst.
00:08:51: und dann frage ich etwas was die meisten Kinder sehr gut verstehen Du Jonas möchtest du selbst bestimmen wenn du diesen Schutz brauchst und wann nicht?
00:09:01: Damit nicht die Wut über dich bestimmt sondern du über die Wud?
00:09:06: Kinder hören dabei sofort hin denn sie wollen nicht noch eine Bestimme in ihrem Leben Sie wollen der Big Boss für ihre Wut und überall ihre Gefühle sein.
00:09:18: Mit den Erwachsenen in meiner Praxis arbeite ich ganz ähnlich.
00:09:22: Wir müssen lernen, die Verantwortung für unser inneres Kind zu übernehmen – so wie Jonas die Verantwortung fürs seine Wut!
00:09:30: Wir müssen unserem inneren Kind Sicherheit geben – Liebe, Geborgenheit….
00:09:35: wir müssen es wahrnehmen, annehmen, trösten mit dem Sprechen.
00:09:41: Bei mir selbst war das ein besonders langer Weg.
00:09:44: Ich war jahrelang im Widerstand und wollte nicht heilen.
00:09:47: Ich wollte meine Wut nicht hergeben, denn wer hätte mich denn sonst beschützt?
00:09:53: Damit du verstehst woher diese Wut bei mir kam möchte ich dir etwas erzählen.
00:09:58: Etwas das ich in dieser Tiefe noch nicht in meinem Fühlraum erzählt habe.
00:10:03: Wer mir den letzten Folgen aufmerksam zugehört hat weiß – ich bin die meiste Zeit bei meiner Großmutter aufgewachsen!
00:10:11: Meine Mutter war mit sich selbst und ihrem eigenen Leben beschäftigt.
00:10:15: Wahrscheinlich hat sie sich eingeredet, ich sei bei ihrer Mutter gut aufgehoben Denn schließlich war meine Großmutter ihr selbst eine sehr gute Mutter gewesen.
00:10:24: Und niemandem ist aufgefallen, dass meine Großmother schon sehr früh dement wurde – sie wurde zu einer Terranin!
00:10:31: Erst im Rückblick erkannten Sie den leise, schleichenden Verlauf dieser heimdückischen Krankheit.
00:10:36: Sie hat mir das genommen was heute mein wichtigster Wert ist… Meine Freiheit innerlich und äußerlich.
00:10:45: In der Trilogie über die Liebe habe ich dir von meiner inneren Unfreiheit erzählt.
00:10:49: Von dem Glaubenssatz, Ich bin nicht liebenswert!
00:10:52: Und heute erzähle ich Dir von meiner Unfreiheit im Äußeren.
00:10:57: Ich durfte nie zu meinen Freunden – sie durften nur zu mir.
00:11:00: Das wollte aber kaum jemand, weil meine Großmutter durch ihre Krankheit böse und begott geworden war.
00:11:06: Sie hat mich gezwungen ständig in die Kirche zu gehen, Rosenkranz zu beten.
00:11:11: Ich dürfte nicht einmal aus dem Garten
00:11:12: hinaus.".
00:11:14: Das Haus meiner Kindheit und der Garten wurden mein Gefängnis.
00:11:18: Mit den schönsten und teuersten Spielsachen, mit den leckersten Gerichten – denn meine Großmutter war eine hervorragende Köchin!
00:11:25: Nur sie hat mich nie gefragt was ich essen will?
00:11:29: Auch da war ich unfrei.
00:11:30: Noch heute kann ich kaum atmen wenn ich dieses Haus und diesem Garten betrete.
00:11:36: Die wahrscheinlich prägenste Erfahrung aus meiner kindheit war das sonntägliche Baden.
00:11:41: Ich habe es gehasst mich zu waschen Aus Gründen, die ich heute noch nicht ganz verstehe.
00:11:47: Vielleicht weil es noch eine Sache war in der jemand über meinen Körper bestimmt hat?
00:11:52: Meine Großmutter und meine Mutter haben mich mit körperliche Gewalt in die Badewanne gezungen.
00:11:58: Der Wachsene, den ich heute bin, versteht das.
00:12:01: Irgendwie!
00:12:02: Ja... Ich musste mich waschen.
00:12:05: Die kleine Claudia hat schrecklich gelitten.
00:12:08: Ich wurde in die Wanne gezerrt, ich wurde festgehalten und wenn ich besonders hobte und um mich schlug gab es auch Schläge zurück.
00:12:16: Heute erkenne ich nicht nur das kleine Mädchen war in dieser Situation unmächtig Auch meine Mutter und meine Großmutter waren verzweifelt Auf ihre Art und Weise wirklich unmähtig.
00:12:28: Ob diesem wütenden unbeugsamen Nichtlenkbaren Kind dass ich war Eine kleine Notiz am Rande Bis heute kommt ein gemütliches Bad für mich nicht in Frage.
00:12:39: Duschen recht völlig!
00:12:41: Vielleicht hätten sie das damals einmal ausprobieren sollen?
00:12:46: Wenn dieser Teil meiner Geschichte gerade etwas tut mit dir, dann bleibt ganz kurz bei dir.
00:12:52: Vielleicht steigt etwas auf in dir Eine eigene Szene aus deiner Kindheit Ein Ort an dem du nicht hin durftest Ein Wort dass du nichts sagen dürftest Eine Hand die du gespürt hast ohne dass sie gefragt hätte Atme einmal tief ein und lange wieder aus.
00:13:14: Du musst jetzt nichts tun mit diesem Gefühl, nur wahrnehmen dass es da ist.
00:13:21: Ich erzähl dir das alles aus einem einfachen Grund ich möchte dass du erkennst und spürst auf allen Bewusstseinsebenen.
00:13:29: Kind sein ist nicht einfach.
00:13:34: Es macht uns jedoch zu dem was wir sind.
00:13:37: Es holt das Beste in uns heraus Und das findest du.
00:13:42: Es gibt keine Regel und keine Anleitung für das Kind sein.
00:13:46: Wir werden hineingeboren in der Spiel der anderen, in der Spiele Erwachsenen.
00:13:52: Und vielen Eltern fehlt es an Kraft, an Weisheit, an Wissen darüber was ein Kind wirklich braucht – und das ist keine Anklage!
00:14:04: Unsere Eltern waren selbst einmal Kinder mit ihren eigenen fünfzehn Jahren Ohnmacht mit ihren eigenen Großmüttern, Müttern Fettern, Lehrern.
00:14:13: Alten setzen und wir geben weiter was wir in uns tragen.
00:14:19: Wir geben weiter, was uns geprägt hat ob wir wollen oder nicht.
00:14:24: Heilung beginnt da wo eine Generation mutig genug ist hinzuschauen Und sagt hier mache ich einen Stopp Ich gebe das nicht alles weiter.
00:14:36: Ich entscheide ab jetzt was bleibt und was geht.
00:14:41: Vor ziemlich genau hundert Jahren hat ein libanesisch-amerikanischer Dichter Sätze über uns Kinder aufgeschrieben, die mich bis heute jedes Mal berühren.
00:14:51: Khalil Gibran und sein Buch der Prophet erschienen in den letzten Jahren.
00:14:59: Ich lese dir jetzt die für mich zentralen Pferze vor.
00:15:02: Lass sie einfach kommen in dir!
00:15:04: Du musst nichts damit tun.
00:15:06: Und es kann gut sein dass du sie auch kennst.
00:15:11: Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
00:15:14: Sie sind die Söhne und die Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
00:15:33: Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein.
00:15:47: Aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen, denn das Leben läuft nicht rückwärts – noch verweildet es ihm gestern!
00:15:55: Ihr seid die Bogen von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
00:16:01: Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit und erspannt Euch mit seiner Macht, damit seine Pfeiles schnell und weit
00:16:09: fliegen.".
00:16:13: Khalil Gibrand sagt, ihr dürft ihnen eure Liebe geben aber nicht eure Gedanken.
00:16:20: Und das ist der Satz, der für mich der Kern ist!
00:16:23: Ich arbeite in ein wenig aus meiner Coaching-Erfahrung und aus meiner eigenen Geschichte.
00:16:30: Unsere Eltern dürfen uns ihre Liebe geben Aber nicht Ihre Regeln Nicht Ihre Werte Nicht Ihre alten Verletzungen Denn unsere Seelen sind auf die Erde gekommen um zu lernen Um zu wachsen um sich an jeden einzelnen Tag ein Stück näher zu uns selbst zu bewegen.
00:16:48: Hin zu unseren eigenen Gedanken, hin zu unseren eigenen Gefühlen, hin zum eigenen Wegen, hin zur eigenen Träumen und Visionen.
00:17:01: Ich möchte dir am Ende dieser Folge wieder zentrale Fragen mitgeben.
00:17:06: Wie immer lass sie wirken!
00:17:09: Du musst sie jetzt nicht beantworten.
00:17:12: Du musst Sie nie beantwortet wenn du nicht willst Aber lass sie ein wenig in der Ruhe.
00:17:18: Wo warst du als Kind unmächtig?
00:17:24: Wo wurde über dich bestimmt, ohne dass jemand dich gefragt hat ob du das möchtest?
00:17:32: Welche Wut von damals trägst du heute noch in dir und wann meldet sie sich?
00:17:42: Und was würde dein inneres Kind heute von dir brauchen damit es eine kleine Stück Sicherheit findet bei dir der erwachsenen Person die du heute bist?
00:17:57: Und wenn du, liebes Kind heute selbst Mutter oder Vater bist, dann lass mich dir am Ende noch eines sagen.
00:18:03: Du musst nicht alles richtig machen!
00:18:06: Du wirst auch gar nichts richtig machen können.
00:18:09: Niemand kann das.
00:18:11: Wichtig ist nur dass du genau hinschaust auf das was du bekommen hast und auf das, was du weitergibst.
00:18:21: Liebe Eltern, lebt eure Kinder aber zwingt ihnen eure Gedanken nicht auf Und nicht eure Werte und nicht eure Regeln.
00:18:30: Und freut euch, wenn eure Pfeile fliegen!
00:18:35: In der nächsten Folge gehen wir in die zweite Reihe der Trilogie.
00:18:39: In das Vatersein Eine Rolle, die für mich besonders zart ist Weil ich selbst keinen Vater hatte.
00:18:48: Ich werde dir davon erzählen Und ich werde drei Männer aus zwei Generationen Für dich sprechen lassen.
00:18:56: Danke dass du heute hier mit mir warst Mit deinem kleinen Mädchen Mit deinem kleinen Jungen und mit allem, was in dir gerade noch nachklingt.
00:19:08: In meinem Füllraum!
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