MUTTER SEIN
Shownotes
In Folge 12 schließt Claudia Redlhammer die dreiteilige Reihe Mutter, Vater, Kind ab.
Themen dieser Folge: Was Mutter sein wirklich bedeutet. Die erste Tür, durch die ein Mensch in seine eigene Freiheit geht. Der Satz, der Claudia in der Praxis am meisten hilft. Wir halten die Hände unserer Kinder nur für eine Weile, ihre Herzen aber für immer. Das Gedichtebuch der dreizehnjährigen Claudia und der Wunsch nach sechs Kindern und einem Buch. Erschaffen als ein Gebären. Warum auch Bücher und Projekte Kinder sind. Kahlil Gibran und die schwerste Wahrheit der Mutterschaft. Sie gehören uns nicht. Die Generation Y und das Hinterfragen alter Rollenbilder. Die Geschichte von Judith, Jahrgang 1998, Master in der Tasche, zerrissen zwischen Konzernkarriere und dem Wunsch nach Familie. Claudias persönlich schwerste Stelle. Der Verlust der beiden großen Kinder mit vierundzwanzig und gut zehn Jahre Herz in der Vergangenheit. Die zweite Chance und heute fünf Kinder. Die wichtigste Botschaft an Mütter. Tu deinem Kind einen Gefallen und lebe selbst ein glückliches Leben. Drei Fragen zum Mitnehmen über Verzeihen, Veränderung und das eigene Spüren. Und die eine leise Frage am Ende. Wer bist du, wenn du gerade nicht Mutter bist.
Abschluss der Trilogie Mutter, Vater, Kind. Drei Folgen, drei Rollen, drei Sichtweisen auf das eine Leben, das wir alle führen. Claudia freut sich besonders auf Zuschriften. email: claudia@redlhammer.com
Transkript anzeigen
00:00:03: Herzlich willkommen zurück in meinem Füllraum.
00:00:06: Mein Name ist Claudia Riedelhammer und ich freue mich sehr, dass du heute wieder hier bist.
00:00:11: Komm einen Moment an!
00:00:14: Atme wieder tief ein und lange wieder aus.
00:00:22: Noch einmal tief einatmen ganz lange ausatmen.
00:00:31: Gut Ich bin bei dir.
00:00:36: Heute schließen wir unsere Trilogie Vater Mutter Kind.
00:00:43: Wir sind in der ersten Folge bei der Rolle gewesen, in der wir alle einmal angefangen haben.
00:00:49: Beim Kind!
00:01:14: ob er sie öffnet oder nicht.
00:01:17: Und heute in der dritten und letzten Folge kommen wir zu der Rolle, die mein Herz am tiefsten kennt.
00:01:24: Heute geht es um das Muttersein.
00:01:27: Ich habe diese Folge ans Ende gestellt mit Absicht weil das Mutter sein für mich nicht eine Rolle unter anderem ist.
00:01:36: Es ist die Rolle, den ich am ehesten so der Frau gemacht hat, die ich heute bin Und es ist die Stelle, an der ich am meisten verloren habe.
00:01:53: Bleib bei mir!
00:01:55: Ich nehme dich heute wieder mit – behutsam und ohne dich zu schonen.
00:02:03: Denn das wäre dir gegenüber nicht ehrlich.
00:02:07: Was bedeutet das eigentlich, Mutter zu sein?
00:02:11: Und ich frage dich das nicht als Floskel.
00:02:13: Ich frage es aus tiefstem Herzen.
00:02:16: Wir lassen Leben in uns entstehen.
00:02:20: Wir sind die erste Tür, durch die ein Mensch in seine eigene Freiheit geht.
00:02:27: Wir nähern unsere Kinder im wörtlichen Sinn – aus dem Bauch, aus der Brust, aus dem was wir in Essen kochen, was wir an Liedern singen und was wir ansetzen sagen mit jeder zärtlichen Geste, jedem Schmetterlingsbusse und jedem liebenden Blick!
00:02:48: Wir sind wenn es gut geht der sichere Hafen Der Ort, an dem jemand bedienungslos angenommen und geliebt wird.
00:02:56: Wir sind der näherende Boden die Wurzeln in denen ein junger Mensch stabil stehen kann bevor er anfängt selbst zu wachsen.
00:03:06: wir sind wenn wir in uns selbst stabil genug sind der Anker und der Leuchtturm der Halt in stürmischen Zeiten.
00:03:17: Und vor allem sind wir wenn es gut geht Die Autorin einer unendlichen Liebesgeschichte.
00:03:23: Wir Mütter halten die Hände unserer Kinder nur für eine Weile, ihre Herzen aber für immer.
00:03:31: Das ist der Satz, der mir am meisten in meiner Praxis hilft – mit Müttern, die ihre Kinder gerade loslassen müssen, Mit erwachsenen Frauen, die Ihre eigene Mutter verloren haben, mit Frauen, Die selbst keine eigenen Kinder bekommen können, Bevor ich dir mehr aus meiner Coachingpraxis erzähle, möchte ich verletzlich werden.
00:03:57: Du wirst in den nächsten Minuten viel von mir hören.
00:04:00: Mehr als ich in einer Folge sonst von mir preisgebe.
00:04:05: Bleib gut bei dir!
00:04:07: Wenn dir etwas davon so nahe kommt, atme ein paar Mal tief ein und aus ... Und dann komm wieder zurück zu meiner Stimme.
00:04:17: Vor ungefähr zwanzig Jahren hat meine Mutter auf ihrem Dachboden ein altes Gedichtebuch von mir gefunden Ein kleines blaues Häftchen Mit Mädchenhandschrift.
00:04:28: Vorne steht eine Jahreszahl, ich war dreizehn als ich es geschrieben habe.
00:04:34: Auf der ersten Seite stand ein einziger Satz Ich will Zeitdinge im Leben, sechs Kinder bekommen und einen Buch schreiben.
00:04:44: Sechs Kinder Ein Buch.
00:04:48: Das war alles Alles was ich damals wollte.
00:04:51: Fast zwanzig Jahre später hatte ich vier Kinder und Gebarr gerade mein fünftes Mein Buch Denn auch das hat sich angefühlt wie ein Baby.
00:05:01: Ein zartes Wesen, das wachsen muss für das ich viel Geduld in mir suchte, dass einen nachts wachhält und einem trotzdem zeigt, dass es lebt.
00:05:11: In meiner Coaching-Ausbildung habe ich später gelernt, dass etwas zu erschaffen auch ein Gebärm ist.
00:05:17: Wir können eine Idee gebären – ein Projekt, Für eine Frau, die ihren Beruf liebt sind die Werke ihres Lebens auch Kinder.
00:05:32: Hätte mich damals als Teenager jemand gefragt warum ich sechs Kinder will hätte ich geantwortet naja weil ich was will was nur mir gehört.
00:05:41: heute vierzig Jahre später weiß ich wie dumm und naiv dieser Satz war denn wir stecken unsere ganze Liebe unserer Kraft unsere Fürsorge in unsere Kinder Und wenn es uns gelingt, sie zu lebensfähigen jungen Menschen wachsen zu lassen?
00:05:58: Dann werden Sie uns verlassen.
00:06:01: So muss es sein!
00:06:02: Es ist gut so.
00:06:04: Aber es trifft uns trotzdem mit aller
00:06:06: Härte.".
00:06:09: In der ersten Folge unserer Trilogie habe ich einen Dichter zitiert – Karl-Ilgibranne.
00:06:15: Ich nehme heute zwei seiner Zeilen noch einmal mit weil sie zu jeder Mutter gehören.
00:06:22: Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
00:06:26: aber nicht von euch.
00:06:28: Und sie gehören uns
00:06:29: nicht.".
00:06:33: Das ist für mich die schwerste und schönste Wahrheit der Mutterschaft!
00:06:37: Ich möchte dich bitten, in dieser Folge ganz besonders Milde walten zu lassen.
00:06:42: Milde mit der Frau, die du selbst Mama nennst oder genannt hast.
00:06:46: Mille mit den Müttern, die dir in deinem Umfeld erlebst – und vor allem Milde bei dir selbst wenn du selbst Mutter bist.
00:06:56: Eine Mutter ist nämlich vor allem eines Auch nur ein Mensch.
00:07:01: Mit eigenen Gedanken, eigenen Gefühlen, eigenen Wünschen, eigenen Lasten – auch sie war mal ein kleines Mädchen in völliger Unmacht!
00:07:13: Wir bemühen uns, wir scheitern, wir stehen wieder auf und doch wiegen unsere Fehler so unendlich schwer.
00:07:22: Und weil wir in keiner Rolle unseres Lebens so viel falsch machen können als Mutter, bitte ich dich um
00:07:29: Milde.".
00:07:32: Vielleicht weiß ich am besten, wovon ich spreche.
00:07:36: Denn ich mache trotz allen Wissens, trotz all meiner Coaching-Ausbildungen und trotz aller Bücher die ich gelesen habe jeden Tag neue Fehler – nicht weil es mir egal ist sondern wenn ich auch wenn ich fünf Kindern das Leben geschenkt habe sie mir gewünscht hab wie nichts auf dieser Welt!
00:07:55: Auch noch ein Mensch bin.
00:07:57: Wir werden nicht einfach ein anderer, ein besserer Mensch Nur weil wir das größte Wunder der Menschheit immer wieder neu erschaffen.
00:08:07: Und wie haben uns diese Rolle auch nicht ausgesucht?
00:08:10: Nicht so, wie wir uns einen Beruf aussuchen oder einem Partner.
00:08:15: Der liebe Gott oder die Natur oder wer auch immer hat uns das in den Körper gelegt und die Gesellschaft hat über Jahrtausende definiert, wie diese Rolle auszusehen hat – und damit ist jetzt Schluss!
00:08:30: Wir stehen heute an einem Wendepunkt der Elternschaft ganz besonders der Mutterschaft.
00:08:36: Das alte Rollenbild, der Mutter funktioniert nicht mehr.
00:08:40: Die Frauen von Generation Y versuchen gerade ein neues lebares Bild vom Muttersein zu finden.
00:08:47: Der Buchstabe Y wird im Englischen ausgesprochen wie das Wort Warum?
00:08:53: Das ist kein Zufall.
00:08:55: Diese Generation hinterfragt alles Auch die Rollenbilder in diese hineingeboren und hineingewachsen sind.
00:09:03: Es gibt mehr als drei Milliarden Frauen auf diesem Planeten.
00:09:07: Jeder Einzelne von Ihnen sollte das Recht haben, so bewusst und frei wie möglich ihre eigene Form der Mutterschaft zu wählen.
00:09:15: Oder eben keine Muttersschaft zu wählern.
00:09:19: Denn auch das ist eine Wahl!
00:09:21: Wenn ich heute mit jungen Klientinnen spreche wird mir oft etwas klar Wir haben völlig den Zugang zu dem Wunder verloren.
00:09:32: Es ist irgendwie nur ein Punkt auf die Tutuliste des Lebens.
00:09:38: Aber in Wahrheit ist eine Schwangerschaft Eine Geburt, ein Wunder.
00:09:45: Ein neuer Mensch der durch einen anderen Menschen in die Welt kommt.
00:09:49: Das ist nicht selbstverständlich!
00:09:52: Das ist nun mal das größte Wunder, dass es überhaupt gibt.
00:09:57: Wenn du magst dann komm'n Moment mit mir weit zurück In eine Zeit, in der noch niemand wusste wie eine Schwangerschaft eigentlich entsteht.
00:10:05: In einer Zeit lange vor unserer Zeit.
00:10:08: Es gibt Erzählungen aus alten Stammeskulturen, in denen die Frau dafür verehrt wurde dass sie empfangen und gebären kann.
00:10:16: Manche Erzählung sagen die Frau wurde als menschliche Inkarnation einer Göttin gesehen weil neues Leben nur durch sie kam.
00:10:24: niemand wusste das ein einzelner Mann etwas damit zu tun hat.
00:10:28: Die Männer haben das erschaffen von Kindern nicht persönlich genommen.
00:10:32: die Geburt eines Kindes war auch für sie ein Wunder.
00:10:36: Diese Erzählungen historisch im Detail stimmen, weiß ich nicht.
00:10:41: Ich bin keine Anthropologin.
00:10:43: Aber das Bild trägt etwas in sich, dass es wert ist, dass wir uns ein bisschen erlauben hinzusehen – Das Bild von der Frau die nicht für jemandem gebährt sondern aus sich selbst heraus Aus eigenem Willen, aus eigener Sehnsucht und aus eigenem Wunder.
00:11:03: Heute ist das wieder möglich.
00:11:06: Erst seit gut hundert Jahren dürfen wir Frauen in Österreich überhaupt studieren.
00:11:10: Meiner Großmutter, neunzehnt sechzehn Geboren wäre dieser Gedanke noch ziemlich fremd gewesen.
00:11:16: Heute sind mehr als die Hälfte der Studierenden auf den Hochschulen Frauen.
00:11:21: Die Mädchen haben die Jungs an der Uni knapp überholt.
00:11:25: Das verändert alles Vor allem das Muttersein.
00:11:30: Eine Frau, die einen Maast in der Tasche hat, die international gearbeitet hat und ihr eigenes Geld verdient hat kann nicht einfach in das alte Modell zurückklettern.
00:11:40: Das ist kein Egoismus!
00:11:42: Das ist keine Selbstzucht!
00:11:44: Das sind die schlichte Tatsache dass das alte Model für sie zu klein geworden ist.
00:11:50: Lass mich dir von einer Klientin erzählen... ...von Judith.
00:11:56: Judith ist e.a.
00:11:57: born.
00:11:58: Sie ist seit drei Jahren in einer Beziehung, die sich glücklich macht Seit einem Master in Kommunikation und Wirtschaft, sie ist beruflich international sehr erfolgreich.
00:12:08: Der Konzern, in dem sie arbeitet, fördert sie, pusht sie – sie weiß, sie kann ganz gross Karriere machen!
00:12:16: Trotzdem sitzt Judith in meiner Praxis mit Tränen in den Augen wütend traurig verzweifelt.
00:12:23: Sie will eigentlich nur eines eine kleine Familie zwei oder drei Kinder und viel Zeit mit ihnen verbringen.
00:12:30: Ihr Mann ist auch ein junger Akademiker.
00:12:33: Er kann ihrer kleinen Familie finanziell nicht alles bieten, was sie sich wünscht.
00:12:38: Wenn sie aussteigt aus der Karriere geben Sie viel auf!
00:12:42: Die Karrierei hängt vor ihr wie eine Dose vom feinsten KBH schwer abzulehnen.
00:12:49: Sie hat Kolleginnen ungefähr zehn Jahre älter die genau diesen Spagat versuchen den Spagats zwischen Kind und Karrierek zwei Welten gleichzeitig Und sie sieht, wie diese Frauen daran beinahe zerbrechen.
00:13:03: Zerrissen, erschöpft und keine der beiden Rollen können Sie wirklich meistern.
00:13:09: Das frustriert Judith Es macht sie traurig es macht sie wütend und sie ist weit weg davon eine glücklich junge Mutter zu werden.
00:13:18: Alles klingt für sie und in ihr nach Verlust.
00:13:22: das ist das Dilemma einer ganzen Generation will alles.
00:13:31: Und alles zu wollen führt unweigerlich in Frust, denn den rosa-ruten Bonnehof schaffen nur die wenigsten und die, die ihn schaffen, weil ich lebe in der Praxis auch selten wirklich glücklich.
00:13:43: Was also ist die Lösung?
00:13:45: Ganz ehrlich – Ich habe nicht die geringste Ahnung!
00:13:50: Ich hab ja selbst keine Anleitung bekommen.
00:13:52: Niemand hat mir gesagt wie es geht, niemand kann es allgemein für alle sagen.
00:13:58: Ich war ungefähr zwölf Jahre lang fast ausschließlich Mutter, zu achtzig Prozent.
00:14:08: Ja ich habe in dieser Zeit Bücher rezensiert für große Verlage, ich hab Literaturkolumnen entwickelt und kreative Schreibkurse für straffelige Jugendliche aufgebaut um sie ins Spüren zu bringen.
00:14:20: aber all das habe ich getan weil meine Kinder geschlafen haben oder wenn sie Bier am Papa waren.
00:14:26: Wir hatten zwei Großmütter die nicht bereit waren uns mit der Kinderbetreuung zu helfen Nicht einmal, wenn ein Kind krank war.
00:14:34: Das klingt jetzt für eine Anklage?
00:14:36: Es ist keine!
00:14:38: Sie haben uns damit in einer entscheidenden Sache wirklich geholfen.
00:14:42: Wir mussten damals entscheiden was wir wirklich wollten und ich wollte nur eines Ich wollte Gebären Kinder kleine duftende Menschenbündel.
00:14:54: Ich habe diese Abhängigkeit geliebt das Gebraucht werden das winzige Gewicht eines anderen Körpers der sich an meine Brust schmeckt.
00:15:04: Sogar die durchwachten Nächte haben mich glücklich gemacht.
00:15:07: Wenn du jetzt denkst, das klingt verrückt?
00:15:09: Dann ist es völlig in Ordnung!
00:15:11: Es muss ja bei dir nicht so sein.
00:15:13: Aber für mir war es so – ich hatte wirklich Glück.
00:15:17: Ich habe diese Zerrissenheit nie gespürt.
00:15:20: Mutter zu sein ist für mich der schönste und erfüllendste Gefühl meines Lebens.
00:15:25: Es ist nicht ein Teil meines Lebens, sondern alles für mich.
00:15:29: Und jetzt komme ich an eine Stelle in dieser Folge, die schwer
00:15:32: ist.".
00:15:34: Sie ist schwer für mich.
00:15:36: Sie könnte auch für dich schwer werden.
00:15:39: Wenn du gerade nicht die Kraft hast, sie zu hören – is das in Ordnung?
00:15:43: Du kannst weiterspulen!
00:15:44: Du kannst mir ja morgen wiederzuhören.
00:15:48: Wer meine Wieter kennt weiß es schon.
00:15:51: Ich hab' schon einmal alles verloren.
00:15:54: Mit vierundzwanzig Jahren habe ich meinen beiden großen Kinder verloren.
00:15:58: Ich konnte nicht gleichzeitig arbeiten und alleine erziehen sein in einer Welt, die dafür keinen Platz für mich
00:16:03: hatte.".
00:16:06: Es gibt für diese Art von Verlust kein Wort, das genau passt.
00:16:10: Trauer ist zu klein, Schuld ist falsch und Macht trifft es am ehesten.
00:16:16: Gut zehn Jahre lang war ein verdammt großer Teil meines Herzens in der Vergangenheit gefangen Nicht bei mir nicht im Heute sondern dort wo die kleinen Hände einmal nach mir gegriffen hatten.
00:16:33: Das Leben hat es gut mit mir gemeint.
00:16:35: Ich habe eine zweite Chance bekommen Ich durfte noch einmal von vorne beginnen, eine zweite Chance zum Mutter sein.
00:16:44: Heute habe ich fünf Kinder und ich kann dir sagen trotz allem erfolgte nicht beruflich erleben durfte.
00:16:52: Trotz allem was Coachingpraxis und Bücherschreiben und Reisen und Begegnungen mir geschenkt haben – alles was mich wirklich glücklich macht hat mit meinen Kindern zu tun!
00:17:02: Mein Herz tanzt für sie es tanzt durch sie.
00:17:07: Wenn du gerade Mutter bist und dich beim Zuhören fragst, ob du es wirklich kannst, dann möchte ich dir etwas sagen.
00:17:14: Es gibt hier keine allgemeingültige Antwort!
00:17:17: Es gibt keine Lösung – es gibt nicht einen Weg wie eine Mutter zu sein hat.
00:17:23: Jede von uns darf ihren eigenen Weg finden, jede von uns muss ihren eigenen wegfinden.
00:17:30: Wenn dich das Muttersein nicht so erfüllt als mich, dann darfst du dennoch eine sehr gute Mutter sein, eine großartige Mutter
00:17:37: sein.".
00:17:38: Wenn du arbeiten willst, weil deine Arbeit dich nähert, dann darfst du das.
00:17:43: Weil du immer noch Mensch bist und immer noch Frau.
00:17:47: Die Mutterrolle hat dich nicht verschlungen und wird dich niemals auffressen.
00:17:51: Denn das war die Generation unserer Mütter und Großmütter.
00:17:55: Wenn du Hilfe in der Betreuung annimmst, dann Darfst Du Das!
00:18:00: Wenn du an deine Grenzen kommst und sie ehrlich aussprichst, Dann darfst Du das!
00:18:05: Sehr sogar!
00:18:07: Wichtig ist nur eines... Tu deinem Kind einen Gefallen und lebe selbst ein glückliches Leben.
00:18:13: Es wird genau das von dir lernen!
00:18:16: Wenn du dich für deine Kinder kleiner machst als du bist, lernen Sie sich auch klein so machen.
00:18:22: Wenn Du Dich für Deine Kinder verlässt, lernen sie sich später ebenfalls zu verlassen.
00:18:28: Denn Du bei Dir bleibst.
00:18:29: Wenn du Dich selbst nicht aufgibst dann lernen Sie was es heißt ein Mensch zu sein der bei sich bleibt Und das ist vielleicht das größte Geschenk, dass du ihnen machen kannst.
00:18:40: Ich gebe dir am Ende dieser Folge wieder Fragen mit wie immer.
00:18:45: Hör sie dir an!
00:18:46: Lass sie liegen!
00:18:47: Du musst sie heute nicht beantworten.
00:18:50: Du musst Sie nie beantwortet.
00:18:52: Aber lass sie ein wenig nachklingen in dir.
00:18:56: Gibt es etwas an dir in deiner Rolle als Mutter?
00:19:00: Dass du dir selbst verzeihen möchtest?
00:19:07: Wenn alles möglich wäre Was würdest du an dir oder an Deiner Situation verändern, damit sich Deine Mutterschaft für Dich richtig anfügt.
00:19:21: Kannst Du Deinen Wert und Deine Leistung als Mutter wirklich sehen?
00:19:25: Und vor allem kannst Du Deine Leistungen fühlen!
00:19:32: Und dann ganz am Ende ist da noch eine Frage – sie ist vielleicht die Wichtigste nicht nur für diese Folge... ...für die ganze Trilogie.
00:19:41: Ich stelle Sie Dir leise und lasse Sie stehen Wer bist
00:19:46: du?!
00:19:47: Wenn du gerade nicht Mutter bist, lass die Frage in dir.
00:19:56: Du musst keine Antwort haben.
00:19:58: Vielleicht kommen sie morgen?
00:20:00: Vielleicht in einem Jahr?
00:20:02: Vielleicht den zehn Jahren?
00:20:04: Vielleicht kommen Sie nie ganz!
00:20:06: Aber stell dir die Frage immer wieder Wer bist du wenn du gerade Nicht-Mutter bist?
00:20:16: Sie ist die Tür zu der Frau, die du auch noch bist neben deiner Rolle als Mutter hinter deinen Kindern.
00:20:25: Wir sind am Ende unserer Trilogie angekommen.
00:20:28: Drei Folgen, drei Rollen – drei Sichtweisen auf das eine Leben, dass wir alle führen!
00:20:36: Wir alle waren Kind.
00:20:38: Manche von uns sind oder werden Vater.
00:20:41: Manches sind und werden Mutter.
00:20:44: Niemand entkommt diesen drei Rollens ganz.
00:20:47: Nicht einmal die, die nie Eltern werden, denn auch sie tragen den ersten beiden Rollen in
00:20:52: sich.".
00:20:53: Ich hoffe, ich konnte dir in diesen drei Folgen etwas mitgeben.
00:20:57: Vielleicht eine Frage die in dir liegt?
00:21:00: Vielleicht ein Bild?
00:21:02: Vielleicht einen Satz der in den nächsten Tagen leise zurückkommt wenn du gerade etwas ganz anderes machst?
00:21:10: Vielleicht den Stuhl des Vaters neben dem du dich irgendwann setzen wirst?
00:21:16: Vielleicht das Kind in dir das einmal gehört werden möchte Vielleicht die Mutter, die du gewesen bist oder die du heute bist mit allem was Du kannst und allem was du nicht kannst.
00:21:30: Ich freue mich nach diesen drei Folgen ganz besonders wieder auf Zuschriften von dir.
00:21:35: Wenn dich etwas berührt hat schreib mir!
00:21:38: Wenn du eine eigene Geschichte hast, schreib mehr!
00:21:43: Wenn eine Frage für dich offen geblieben ist, schreibt mir.
00:21:48: Dieser Fühlraum lebt vorm Miteinander.
00:21:50: Deine Worte füllen meine Gedanken und sie bringen mich ins Fühlen.
00:21:55: Danke, dass du diese drei Folgen mit mir gegangen bist – Mit deinem Mädchen von damals Und mit deiner Frau von heute Mit deinim Jungen von damals und deinem Mann von heute.
00:22:09: Mit allem was in dir gerade noch nachklingt In meinem Fühlraum.
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