HELDENREISE TEIL 3
Shownotes
In Folge 15 geht es um die Mentoren auf deiner Heldenreise. Themen dieser Folge: Warum auch die größten Helden Weggefährten brauchen. Obi Wan Kenobi und Luke Skywalker. Das afrikanische Sprichwort. Wenn du schneller gehen willst, geh allein, wenn du weiter kommen willst, geh mit anderen. Die fünf Merkmale eines wahren Mentors. Er gibt dir den Schlüssel, schließt aber nicht für dich auf. Er erkennt dein Potenzial, fordert dich, stellt Fragen statt Antworten und ist selbst ein gefallener Held. Die Geschichte von Aynur, Claudias kurdischer Freundin, die selbst Coach wird. Der Unterschied zwischen Helfen, Unterstützen und Ermächtigen. Warum Hilfe Abhängigkeit schafft. Die Geschichte von Sebastian, dessen Therapeut immer nur fragte, was spürst du gerade. Mentoring in seiner reinen Form. Die Geschichte von Judith, neunzehn, magersüchtig, die ihr Drehbuch in Rot schreibt und heute Ärztin in Zürich ist. Wähle deine Mentoren weise.
Transkript anzeigen
00:00:02: Herzlich willkommen zurück in meinem Fühlraum.
00:00:05: Mein Name ist Claudia Riedelhammer und ich freue mich sehr, dass du heute wieder hier bist!
00:00:11: Kommt wieder einen Moment an.
00:00:14: Atme tief ein Und lange wieder aus.
00:00:18: Noch einmal Tief einatmen Und ganz lange wieder aushatmen.
00:00:30: Ich bin bei dir.
00:00:33: Heute machen wir uns auf die Suche nach unseren Mentoren.
00:00:37: Falls Du Dich fragst was genau ist dein Mentor?
00:00:40: Das ist ein erfahrener Ratgeber, der sowohl sein Wissen als auch sein Netzwerk mit erteilt.
00:00:46: Er gibt die Orientierung privat und beruflich... ...und öffnet in dir und um dich herum deine Türen!
00:00:54: Gehen wir noch einmal kurz zurück zu Lux-Käivokka.
00:00:58: Wer wäre er gewesen ohne Obi-Wan Kenobi?
00:01:02: Obi-wan war sein Ziehvater,... ...sein Mentor,... ...sind weiser Lehrer.
00:01:07: Er weite ihn,... in die Wege der Jedi-Ritter und in die Geheimnisse der Macht ein.
00:01:12: Der Bereich delog das Lichtschwert seines Vaters, und verschaffte ihm so den Zugang zu den Wurzeln seiner Ahnen.
00:01:23: Die Geschichte zeigt uns – selbst die größten Helden erreichen ihr Ziel niemals allein!
00:01:30: Auch sie brauchen Weggefährten, Menschen, die an sich glauben, die sie unterstützen und die sie manchmal auch herausfordern.
00:01:38: Ein afrikanisches Sprichwort sagt Wenn du schneller gehen willst, geh allein.
00:01:44: Wenn du weiterkommen willst, gehe mit anderen.
00:01:50: Lass diese Sprichwort einen Moment in dir liegen!
00:01:54: Wenn du schneller gehen willst – geh allein!
00:01:58: Wenn Du weiterkommen willst, geh mit Anderen.
00:02:02: Hätte Lukas wirklich geschafft den ganzen Universum zu retten wenn niemand sein Potenzial erkannt hätte?
00:02:09: Wenn niemand ihn begleitet gefördert gefordert und beschützt hätte?
00:02:15: Ich sage vermutlich nicht.
00:02:18: Wir alle brauchen Menschen, die uns zur Seite stehen... ...die uns aufrichten wenn wir gefallen sind!
00:02:24: Die uns eine Räuberleiter machen mit der nächste Schritt zu schwer scheint.
00:02:28: Sie sind selten angenehm unsere Mentoren.
00:02:30: Oft provozieren und quälen sie uns gefühlt.
00:02:33: Sie zwingen uns über uns selbst hinauszuwachsen.
00:02:37: Ja, sie sind wirklich oft unbequem doch?
00:02:42: Sie machen das Wichtigste was wir brauchen in diesen Momenten auf unserer Heldenreise.
00:02:47: Sie bringen uns in Bewegung, ein Weg wird leichter wenn wir gemeinsam gehen.
00:02:53: er wird tiefer weiter wahrhaftiger.
00:02:58: und hier komme ich zurück zu Joseph Campell.
00:03:01: schon er hat in seinem Werk die wichtige Rolle des Mentors auf der Helden Reise beschrieben.
00:03:07: es ist ja moment indem die Heldin der Held erkennt.
00:03:10: das wird ernst.
00:03:12: die reise beginnt.
00:03:13: Ich muss und werde meine alte Welt verlassen.
00:03:17: Und der Held spürt, er kann nicht mehr zurück!
00:03:20: Ab jetzt geht's nur noch vorwärts... ...und genau an dieser Stelle braucht es jemanden, der das Vertrauen in ihm stärkt.
00:03:26: Der sagt, du schaffst das.
00:03:29: Auch wenn du noch nicht weißt wie?
00:03:31: Und wenn du auch nicht an dich glaubst, dann glaube ich an dich für dich.
00:03:36: So lange bist Du selbst an Dich glaubst.
00:03:40: Du denkst jetzt vielleicht Warum braucht ein wahrer Held überhaupt einen Mentor?
00:03:45: Warum kann er nicht einfach losziehen und seine Prüfungen bestehen, um am Ende zu siegen?
00:03:51: Ganz einfach.
00:03:52: Ich habe in der letzten Folge viel von Authentizität und Mut gesprochen.
00:03:57: Mut kommt besonders am Anfang nicht nur aus uns selbst.
00:04:01: Es ist sehr wichtig und mächtig dass er von außen genähert gespiegelt und bestätigt wird.
00:04:08: Bevor ich dir die klassischen Funktionen eines Mentors näherbringe, erzähle dich davon als ich in mir spürte es ist an der Zeit selbst die Rolle einer Mentorin einzunehmen.
00:04:20: Ich habe eine sehr liebe und wertvolle kurdische Freundin.
00:04:24: Sie war einmal meine Klientin.
00:04:26: Ihr Name ist Einur.
00:04:28: Ihr Name bedeutet Mondlicht oder Moonschein Das Licht in der Nacht.
00:04:33: In dunklen Nächten suchen wir den Mund am Himmel.
00:04:36: Genauso ein Mensch ist einur.
00:04:38: Sie ist ein Licht in unserer oft zu dunklen Welt.
00:04:41: Ich durfte sie einen Stück auf ihrer Heldinnenreise begleiten.
00:04:46: Ein Ork kam zum ersten Mal zu mir, als sie achtundreißig war.
00:04:49: Sie hatte schwarze Haare und Zöpfe die so schwer waren wie ein Tau das sie an sich selbst gebunden hat.
00:04:57: Sie hat sich auf den Stuhl gesetzt, die Hände im Schoß gefaltet und mich angeschaut.
00:05:02: Ihre Augen waren der Wahrnehmungsapparat eines Menschen jede Schwingung im Raum mitzulesen.
00:05:11: Sie hat lange geschwiegen und dann gesagt, ich weiß nicht wer ich bin wenn ich nicht das tue was meine Familie von mir erwartet.
00:05:21: Einu ist in Österreich aufgewachsen.
00:05:23: sie spricht perfekt Deutsch, sie hat studiert, sie war gleichzeitig in den Traditionen ihrer Familie verankert, tief verankerd.
00:05:31: Sie hatte lange darum gerungen wer sie eigentlich sein darf.
00:05:36: wir haben miteinander viele Sitzungen gehabt.
00:05:39: Sie hat sich aufgemacht.
00:05:40: Sie hat geweint, sie hat gelacht!
00:05:42: Sie hat zum ersten Mal in ihrem Leben einen Satz zu ihrem Vater gesagt, den sie sich vorher nie getraut hätte.
00:05:47: Sie sagte, ich lebe mein eigenes Leben.
00:05:51: Nichts und niemand wird mich mehr an eine Norm pressen weder du noch unsere Kultur noch unsere Religion.
00:06:00: Und während ich ein oder durch ihren Prozess begleitet habe ist mir etwas aufgefallen.
00:06:04: Sie hatte eine große Gabe.
00:06:07: Sie spürte Menschen Sie nehmen sie wahr auf eine Art, die ich selten gesehen habe.
00:06:12: Behutsam, achtsam ohne Lärm und ich habe gesehen was sie selbst nicht sah.
00:06:20: Wir haben in Österreich so viele Menschen aus türkischen und kurdischen Familien, die zwischen den Kulturen hängen.
00:06:26: Viele kommen zu mir aber bei manchen ist die deutsche Sprache eine zu hohe Schwelle.
00:06:32: Bei manchen isst die Kultur der Ich entstomme eine zu Hohe Schwele.
00:06:36: einer hätte für alle diese Menschen eine ideale Begleiterin sein können.
00:06:41: Ich gebe jetzt zu an dieser Stelle, ich habe sie ein bisschen geschubst.
00:06:46: Sie hat viel zu wenig an sich geglaubt und ich hab immer zu zweihundert Prozent an sie geglaubт.
00:06:51: Ich hab sehr früher gekannt welch große Gabe sie hat!
00:06:54: Wir hatten eine Sitzung.
00:06:56: von der möchte ich euch heute erzählen.
00:06:58: Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen.
00:07:00: Sie saß mir gegenüber, ihre Hände waren leicht zittrig... Was, wenn du eines Tages das tust was ich hier mit dir tu?
00:07:11: Sie hat mich angeschaut als hätte sie mich nicht verstanden.
00:07:15: Und sie hat gefragt, Claudio, das traue ich mir doch niemals zu.
00:07:21: und ich hab gesagt Das ist völlig egal.
00:07:24: Ich draus dir zu für uns beide so lang bis du es selbst kannst.
00:07:30: Atme einmal tief ein und lange wieder aus.
00:07:36: Stell dir mal vor, das hätte jemand zu dir gesagt.
00:07:39: Irgendwo, irgendwann auf deiner Heldenreise und auch danach gehandelt.
00:07:47: Ein Uhr hat es auf jeden Fall gemacht!
00:07:50: Sie hatte eine Coaching-Ausbildung begonnen.
00:07:53: Sie hat damit ihre eigene Reise begonnen.
00:07:56: Heute begleitet sie kurdische Menschen auf eine wunderbar achtsame Art und Weise.
00:08:02: Sie macht das ganz anders als ich Denn sie hat ja eine ganz andere Hauptrolle in ihrer Heldinnenreise.
00:08:09: Ihre ist voller Behutsamkeit, Dankbarkeit und sanft Mut.
00:08:15: Einer ist ein großartiger Menschencoach.
00:08:18: Es ist man auch heute eine große Freude und Ehre ihre Mentorin sein zu dürfen Und noch viel mehr dass ich ihre Freundin sein darf.
00:08:27: Was also macht einen wahren Mentor aus?
00:08:31: Ich gebe dir fünf Punkte mit.
00:08:34: Zu allererst bringt dein Mentor ein Wissen mit das du noch nicht hast.
00:08:38: Das kann eine Haltung sein Eine Idee Ein Werkzeug?
00:08:45: Der Mentor öffnet dir keine echten Türen.
00:08:48: Nein, er legte den Schlüssel in die Hand.
00:08:51: Aufschließen darfst du selbst!
00:08:54: So biobi waren Luke das Lichtschwertöre gibt.
00:09:00: Ein wahrer Mentor erkennt das Potenzial des Heldens noch bevor der Erhältnis selbst erkennt.
00:09:05: Das ist ein zentraler Punkt in jeder Mentoring.
00:09:09: Der Mentore vertraut seinem eigenen inneren Bild und bewahrt es in sich.
00:09:14: Er spricht es der Heldin dem Helden gegenüber aus, aber erst wenn da richtige Zeitpunkt gekommen ist.
00:09:21: Niemand und nichts ist mächtiger als jemand, der an dich glaubt, wenn du selbst noch an dir zweifelst.
00:09:28: Ein Mentor führt dich nicht nur – er fordert dich!
00:09:32: Mentoren machen es dem Helgen definitiv nicht leichter.
00:09:36: Sie stellen Bedingungen sie fordern knadenlosen Einsatz.
00:09:41: Sie lassen den Helden auch scheitern weil sie genau wissen, dass auch der Scheit dann zum Wachstum gehört.
00:09:47: Ein Mentor ist kein Retter!
00:09:49: Er ist Antrieb ein Beschleuniger einen Impulsgeber zur rechten Zeit am rechten Ort.
00:09:56: Ein Menter stellt Fragen an statt Antworten zu liefern.
00:09:59: er lehrt dich wie du deinen Weg erkennst denn der beste Lehrer hat sein Ziel erreicht wenn er sich selbst überflüssig macht.
00:10:07: ich bilde inzwischen viele Coaches aus.
00:10:10: Am Anfang haben sie das Gefühl, meine Analyse über die bevorstehenden Prozesse zu brauchen wie ein ertrinkender, ein Stück Holz auf offene Meer.
00:10:19: Wenn ich da spüre mache ich mich stets rar!
00:10:22: Denn meine Schützlinge dürfen erkennen dass sie mich nicht brauchen um zu schwimmen denn das habe ich ihnen längst beigebracht.
00:10:30: Und zu guter Letzt bedenke Ein wahrer Mentor ist meist selbst ein oft verletzter, oft gefallener, oft gestrandenter Held.
00:10:38: Er hat seine eigene Reise hinter sich.
00:10:40: Sonst könnte er dir auf deiner Reise nicht zur Seite stehen.
00:10:44: Ein wahrer Mentor kennt den Schmerz, der scheitern die Versuchung.
00:10:50: Er wird niemals von oben herab agieren sondern aus Erfahrung und das tiefe Mitgefühl.
00:10:57: Atme tief ein und lange wieder aus!
00:11:03: Und wiederhole meine Setze in deinem Kopf?
00:11:06: Ein wahren Mentor wird niemal vom oben her abagieren.
00:11:10: Niemals als besser Wisser vor dir stehen die Ratschläge geben.
00:11:16: Ein wahrer Mentor agiert aus Erfahrung und das tiefem Mitgefühl.
00:11:22: Und so markiert der Mentor auch den Übergang von der alten in der neue Welt, ohne ihn fehlt dem Helden das Vertrauen in den nächsten Schritt.
00:11:30: Er sagt dir du darfst losgehen, du darfste scheitern und du darfest ziegen und ich bin da!
00:11:36: Ich glaube an dich fest und unerschütterlich.
00:11:41: Der Mentor pflanzt seinen Samen Doch was daraus wächst, liegt einzig und allein beim Helden selbst.
00:11:49: Der Held braucht den Spiegel, die Stärkung, den Moment des Erkennens – sonst bleibt er stehen in der Angst, in der Unsicherheit im Zweifel an sich selbst.
00:12:00: Lass mich dir noch von einem Klienten erzählen, dessen Geschichte mir besonders nahe gegangen ist!
00:12:05: Wir nennen ihn Sebastian.
00:12:08: Sebastian ist Jahrgang ninety- vier Lehrer für Mathematik und Physik an einem Gymnasium.
00:12:14: Er saß zum ersten Mal bei mir und hatte die ganze Sitzung lang die Schultern hochgezogen.
00:12:19: Er hat geredet, als müsste er sich für jeden Satz entschuldigen.
00:12:22: Er hatte das Wort genug nicht in seinem Wortschatz.
00:12:28: Sebastian hatte mit Zweiundzwanzig einen schweren Zusammenbruch.
00:12:32: Er hätte eine Pause vom Studium gemacht.
00:12:34: Er habe in dieser Zeit einen Coach gefunden.
00:12:36: Einen lieben und großartigen Kollegen von mir.
00:12:39: Der hat einmal pro Woche mit ihm gerede.
00:12:42: Zwei Jahre lang!
00:12:46: Claudia, ohne Inwerch nicht her.
00:12:50: Ich habe ihn gefragt was dieser Mann gemacht hat, dass er ihn so verändert hat?
00:12:54: Er hat einen Moment geschwiegen und dann gesagt ... Er hat mir nie gesagt, was ich tun soll!
00:13:01: Er hat einmal in jeder Stunde das selber gemacht.
00:13:04: Er hat mich angeschaut und gefragt... Sebastian, was spürst du
00:13:09: gerade?!
00:13:11: Ich habe in den ersten Wochen immer geantwortet.
00:13:14: Nichts Und er hat einfach genickt und gewartet Bis ich eines Tages angefangen habe zu weinen, ohne zu wissen warum.
00:13:26: Atme mal tief ein und lange wieder aus!
00:13:33: Bis ich eine Tag es angefangen hab zu wein'n ohne zu wissen warum, sagte Sebastian.
00:13:40: Kennst du das?
00:13:41: Weinen ohne wirklich zu wissen Warum?
00:13:44: Ich selbst kenne's nur so gut.
00:13:46: Es hat mich jahrelang begleitet.
00:13:49: Das ist Mentoring in seiner reinsten Form Kein Reparieren kein Belehern, kein Reden um dich herum.
00:13:57: Sondern was spürst du gerade?
00:14:02: und dann warten können?
00:14:04: Den Raum halten können.
00:14:07: Sebastian ist heute Klassenvorstand einer fünften Klasse-Gymnasium.
00:14:11: Er fragt seine Schüler genau das Was spürt ihr gerade?
00:14:16: Manche lachen ihn aus.
00:14:18: Manche schweigen Und manche hatte mir gesagt kommen am Ende der Stunde zu ihm und sagen ein Wort dass sie dem Lehrer noch nie gesagt haben.
00:14:26: Manche sagen Angst.
00:14:30: Manche sage Wut und manche sagen Möde, ich bin so müde.
00:14:40: Sebastian gibt weiter was sein Mentor ihm gegeben hat Und genau das macht ein echter Mentor.
00:14:46: Er pflanzt etwas in dich dass du eines Tages selbst weitergeben wirst.
00:14:51: Vielleicht fragst Du Dich jetzt wieder einen guten Mentor erkennst.
00:14:55: Ich habe dazu drei Wörter für mich Helfen Unterstützen Ermächtigen.
00:15:03: Sie klingen auf den ersten Blick sehr ähnlich, doch was unterscheidet sie?
00:15:08: Starten wir mit dem Helfen!
00:15:11: Mein ganzes Leben lang habe ich es geliebt zu helfen.
00:15:14: Es spürte sich für mich an als müsste ich die anderen retten.
00:15:18: Dann durfte ich lernen.
00:15:19: wenn ich glaube jemanden retten zu müssen stelle ich mich automatisch über ihn.
00:15:26: Du sagst damit unausgesprochen du kannst das nicht aber ich kann es für dich tun.
00:15:32: Das ist das klassische Bilder über Mutter, die nicht loslassen kann.
00:15:36: Sie erzieht damit ewig kleine, unfähige, ängstliche Menschenkinder, die niemals das Drehbuch ihres Lebens schreiben werden schon gar nicht die Hauptrolle einnehmen.
00:15:45: Denn die gehört in diesem Fall der Mutter und zwar für immer.
00:15:50: Merkt ihr Hilfe schafft vor allem eines – Abhängigkeit!
00:15:55: Kurzfristig fühlt es sich gut an auf Dauer hält sie dich klein.
00:15:59: Das brauchen wir als Kleinkinder.
00:16:02: Aber spätestens ab dem sechsten Lebensjahr macht es absolut Sinn, immer mehr als Vater und Mutter die Rolle der Mentorin des Mentors einzunehmen.
00:16:13: Ich gehöre zu den Müttern denen dies besonders schwer gefallen ist denn ich bin eine echte Löwenmami.
00:16:18: Meinen Kindern immer nur das gejagte Wild vor die Höhle zu legen macht sie zwar satt Es hindert sich aber daran zu lernen wie Sie selbst jagen und gewinnen können Auch wenn das natürlich nicht ohne Schrammen und Verletzungen geht.
00:16:35: In meiner Coaching-Ausbildung habe ich gelernt, unterstützen ist schon eine ganz andere Liga.
00:16:41: Es bedeutet Ich bin da aber ich trage dich nicht!
00:16:46: Ich gehe mit dir, ich gehe neben dir, aber nicht vor dir.
00:16:52: Ich fange dich auf.
00:16:53: uns wirklich nötig ist Aber du darfst deine Schritte selbst setzen.
00:16:58: Unterstützung im Mentoring ist Partnerschaft auf Augenhöhe.
00:17:02: Es gibt Sicherheit und Rückenwind ohne zu kontrollieren.
00:17:08: Und dann kommt die wahre Kunst, die Kunst der Eimächtigung des Empowerments – die Stärkung der Selbstbefähigung!
00:17:17: Es geht darum den Helden dabei zu unterstützen seine eigenen Potenziale zu erkennen, Ressourcen zu aktivieren und das Drehbuch selbst zu schreiben.
00:17:28: Es geht ja darum dem Helden so vermitteln dass er alles was er braucht bereits in sich trägt Auch wenn er gerade dafür blind ist.
00:17:36: Du stellst Fragen, du öffnest keine Türen.
00:17:40: Du zeigst nur auf dass sie da sind.
00:17:43: Ermächtigen heißt dem anderen die Augen zu öffnen für das was er längst besitzt.
00:17:48: Seine ureigene Kraft, seine Selbstwirksamkeit, seine Eigenverantwortung, seine persönliche Freiheit.
00:17:56: Es ist der Moment in dem der Mentor sagt ich glaube an dich auch wenn du es gerade nicht tust.
00:18:04: Am Ende dieser Folge werde ich dich auffordern deine Mentoren zu erkennen und sie gegebenenfalls auch zu suchen.
00:18:11: Frag dich dann, hilft mir diese Person gerade?
00:18:16: Unterstützt Sie mich oder ermächtigt Sie mich?
00:18:22: Denn das eine, dass helfen schafft Abhängigkeit!
00:18:28: Die Unterstützung baut schon Verbindung auf aber das Letzte die Ermächtigung schenkte deine wahre Freiheit.
00:18:39: Wähle deinen Mentoren also Weise.
00:18:42: Sie werden dein Leben
00:18:43: verändern.".
00:18:45: An dieser Stelle möchte ich dir von einer jungen Klientin erzählen, deren Geschichte mir bis heute wehtut und gleichzeitig mein Vertrauen in die Heldenreise jeden Tag erneuert.
00:18:56: Wennenden sie Judith?
00:18:57: Judith kam mit neunzehn in meine Praxis.
00:19:00: Bildhübsch!
00:19:01: Gerade die Matura in der Tasche.
00:19:03: Magersüchtig seit ihrem dreizehnten Lebensjahr.
00:19:06: Seit ihrem achtzehnten ritzte sie sich – in die Brüste.
00:19:09: Sie zeigte es mir ohne Aufforderung, selbst ich musste kurz schlucken.
00:19:15: Sie hatte keinen Plan was sie mit ihrem Leben anstellen wollte.
00:19:18: Sie hatten nicht einmal einen Plan ob sie überhaupt leben wollte?
00:19:22: Sie hat das so nicht gesagt aber ich habe's gespürt.
00:19:27: Ihre um fünf Jahre ältere Kussine schickte sie zu mir damit ich sie rette in diesem Fall vor sich selbst.
00:19:36: wenn du mich aufmerksam zugehört hast weißt du ich bin keine Retterin.
00:19:41: Wenn ich eine Klientin, einen Klienten annehme und ihn durch seinen Prozess begleite, mache ich das um sie, um ihn dazu zu ermächtigen sein eigenes Drehbuch zu schreiben.
00:19:53: Darin die Hauptrolle einzunehmen und die Heldin der Held der eigenen Geschichte zu werden.
00:19:59: Judith ist das Kind reicher Eltern Unternehmer in der vierten Generation.
00:20:03: Sie ist die Jüngste nach zwei Brüdern.
00:20:05: Das lange Sente Mädchen Über die Massen verwöhnt musste sie nicht einmal bitten, um etwas zu bekommen.
00:20:12: Die Mutter war der Meinung es ohnehin zu wissen.
00:20:15: Sie löste ihre Probleme und Konflikte oft bevor sie entstanden.
00:20:19: Sie konnte jedoch keine Zärtlichkeit und Liebe geben.
00:20:23: Sie suchte ihre Freundinnen aus ihren Sport- und ihr Lieblingsessen.
00:20:28: Diese junge Frau hat sich nicht verloren!
00:20:32: Sie hatte keinen blassen Schimmer wer sie war Und spürte von Tag zu Tag deutlicher.
00:20:38: die Rolle die ihre Mutter für sie gedacht hatte passte nicht.
00:20:42: Judith spürte sich nicht mehr.
00:20:44: Sie musste sich wehtun, um zumindest für den Moment des körperlichen Schmerzes irgendwas in sich zu spüren und sie kontrollierte jeden Pissen, den sie zu sich nahmen, um wenigstens irgendetwas in ihrer Hand zu haben.
00:20:59: Es hat tatsächlich einige Monate gedauert, Judith den Spüren zu bringen.
00:21:03: Die Wut der Schmerz und die Verzweiflung, die da hochkam war unmenschlich.
00:21:09: Ich erinnere mich an eine Sitzung im dritten Monat.
00:21:13: Sie saß auf dem Boden meiner Praxis.
00:21:15: Sie hat nicht mehr im Stuhl sitzen können, sie hat geweint bis er nicht einmal mehr die Luft zum Atmen geblieben ist und sie hat einen Satz gesagt den ich nie vergessen werde.
00:21:23: Claudia?
00:21:24: Ich glaube mich gibt es gar nicht!
00:21:26: Da ist nur die Judith, die meine Mutter aus mir gemacht hat.
00:21:32: Ich habe mich neben sie auf dem Bodengesetzt und habe sehr lange nichts gesagt.
00:21:38: Ich habe nur Ihre Hand und den Raum um uns herum gehalten.
00:21:42: Ich habe ganz klar die Rolle der Mentorin eingenommen, die weiß dass dieser Schmerz nicht weggemacht werden darf sondern gefühlt werden
00:21:50: muss.".
00:21:52: Und als Dankeschön für Ihr Vertrauen hab ich sie dazu ermächtigt ihr Drehbuch zu schreiben – Sie hat es übrigens tatsächlich gemacht!
00:22:00: Ihr Drehbuch niedergeschrieben und die Hauptrolle und alle Dialoge die sie selbst gesprochen hat, hat sie in rot geschrieben.
00:22:08: Es war mir eine Freude, es zu lesen.
00:22:10: Sie zu begleiten und dabei zuzusehen wie sie in ihr ins Leuchten gekommen ist.
00:22:17: Judith hat mit zwanzig begonnen Medizin so studieren.
00:22:20: Sie macht gerade in Zürich ihre Fachärztin für plastische und rekonstruktive Chirurgie.
00:22:25: Sie ist längst die Held in ihrer eigenen Geschichte geworden.
00:22:29: Wir telefonieren immer noch jeden zweiten Monat – sie nennt mich Herzenstante.
00:22:34: Das ist die Liebeserklärung einer ehemaligen Klientin an ihrem Mentorin Und ich darf sie annehmen.
00:22:43: Coaching ist pure Smentorin, wenn der Coach erfahren ist.
00:22:46: Wenn er selbst schon ein großes Stück seiner eigenen Heldenreise gegangen ist... ...wenn er ein Ermächtiger ist!
00:22:55: Erinnere dich an meine Worte die sehr stark an Joseph Campbell angelehnt sind.
00:23:00: Ein Held ist ein Mensch, der das Leben der anderen verbessert.
00:23:04: Einfach durch sein Sein.
00:23:06: Wähle also deine Mentoren sehr weise.
00:23:09: Es können Familienmitglieder sein Freunde, Lehrer, Vorgesetzte, Partner.
00:23:17: Dein Coach!
00:23:18: Es können Fremde sein die nur kurz in dein Leben putzeln und genauso lange bleiben wie es nötig ist um dich im Bewegung zu bringen oder in Bewegung halten.
00:23:29: Manche Mentoren bleiben Jahre mancher fünf Minuten.
00:23:33: Manchen kommen in Form eines Satzes in einem Podcast In einem Buch am Küchentisch eines fremden Menschen.
00:23:41: Halte die Augen offen.
00:23:43: Sie sind selten so etikettiert, wie du sie erwartest.
00:23:47: Bevor wir uns heute verabschieden, gebe ich dir wieder drei Fragen mit.
00:23:53: Wer waren bis jetzt die Mentoren in deinem Leben?
00:24:00: Was hast Du von ihnen gelernt und für wen warst in deinm Leben schon ein Mentor eine Mentorin?
00:24:11: Du musst sie nicht beantworten!
00:24:13: Du musst nie beantwortet wenn du nicht willst aber lass sie wieder ein wenig in der Legen.
00:24:19: In der nächsten Folge der Helgenreise machen wir uns auf die Suche nach deinen inneren und äußeren Widersachern.
00:24:26: Danke, dass du heute wieder hier mit mir warst – in meinem Füllraum!
00:24:30: Mit Einuers Sanftmut?
00:24:33: Mit Sebastian's einfacher Frage?
00:24:35: Mit Judith auf dem Boden?
00:24:37: Mit deiner Dankbarkeit für die Menschen, die dich getragen haben?
00:24:41: Mit einer Stille für die, die dir gefehlt haben?
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