HELDENREISE TEIL 4

Shownotes

In Folge 16 geht es um die inneren und äußeren Widersacher auf deiner Heldenreise. Themen dieser Folge: Warum dein schlimmster Gegner in dir selbst sitzt. Deine Angst, deine Unsicherheit, deine Zweifel. Wie der innere Widersacher aus frühen Bindungen entsteht. Das Carl Gustav Jung Zitat über das Hinabsteigen in sich selbst. Claudias sehr persönliche Erinnerung an ihren Großvater und die widersprüchliche Liebe, die ihr halbes Leben vertraut blieb. Die Geschichte von Anna, Anwältin, deren innere Stimme klingt wie ihre Mutter, wenn sie geschwiegen hat. Warum der innere Widersacher einmal dein Schutz war und du ihn nicht töten, sondern entlassen darfst. Die Angst vor der Angst. Die vier Phasen der Veränderung nach dem Nadelöhrprinzip. Aufbruch, Durchbruch, Zusammenbruch und die Emotionslosigkeit am Tiefpunkt. Die dunkle Höhle bei Joseph Campbell und Luke Skywalker auf Dagobah. Die Geschichte von Max, der von einem Lehrer terrorisiert wird, den er seit fünfzehn Jahren nicht gesehen hat, und der heute auf Englisch nach Boston aufbricht. Vierte Folge der Reihe Heldenreise. Der Gegner im Inneren.

Transkript anzeigen

00:00:03: Herzlich willkommen zurück in meinem Füllraum.

00:00:06: Mein Name ist Claudia Riedelhammer und ich freue mich sehr, dass du heute wieder hier bist!

00:00:12: Kommen wir einen Moment an.

00:00:15: Atme tief ein und lange wieder ausatmen.

00:00:23: noch einmal tief einatmen und ganz lange ausatman.

00:00:30: Ich bin bei dir.

00:00:33: In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen wie wichtig es ist die Mentoren auf deiner Reise zu suchen.

00:00:40: Vielleicht hast du dich gefragt, gibt es irgendwann den Moment in dem du sagst ich brauche keinen Mentor mehr.

00:00:47: Ja diesen Moment kann es tatsächlich geben wenn du dein eigener Mentor geworden bist und an diesem Punkt wirst auch aufhören nach einem Helden zu suchen der dich rettet denn dann hast du verstanden.

00:01:02: Du hast verstanden.

00:01:03: nur du selbst kannst erhält die Heldin sein die dich rettest in deiner eigenen Geschichte, auf deiner eigenen Heldinnenreise.

00:01:12: Doch bevor das jemals geschehen kann ist es wichtig für dich zu verstehen wer dein schlimmster Gegner sein wird.

00:01:20: Das bist nämlich du selbst Deine Angst Deine Unsicherheit Deine Zweifel.

00:01:27: Der schlimmste Gegner steht selten vor dir.

00:01:31: Er steckt meist in dir.

00:01:33: Er spricht leise hartnäckig überzeugend mit einer dir vertrauten Stimme.

00:01:39: Er sabotiert deine Entscheidungen, er relativiert seine Bedürfnisse.

00:01:44: Er flüstert dir zu, dass du dir Liebe erst verdienen musst.

00:01:49: Bitte vergiss niemals!

00:01:51: Dein innerer Widersacher entsteht nicht aus dem Nichts.

00:01:55: Er wächst aus deinen Erfahrungen, aus deinen frühen Bindungen, Aus Beziehungen in denen Nähe und Unsicherheit untrembar miteinander verknüpft waren.

00:02:05: Karl Gustav Jung Der unser Verständnis für das Unbewusste geprägt hat, sagt er einmal.

00:02:22: Lass diesen Satz einen Moment in dir wirken!

00:02:34: Ihr habt ja schon einiges davon mitbekommen, wie viel Kraft und innere Arbeit und Schmerz es mich gekostet hat mein Vater Thema zu lösen.

00:02:41: Ich würde sagen ohne zu übertreiben wahrscheinlich ein ganzes Jahrzehnt.

00:02:47: Heute möchte ich dir vom ersten Mann in meinem Leben erzählen.

00:02:52: an dieser Stelle meiner Reihe über.

00:02:54: die Heldenreise soll aus einem Platz bekommen.

00:02:57: Ich erzähle dir heute von meinem Großvater dem Vater meiner Mutter.

00:03:05: Ich verbrachte die wenige Zeit, die er zu Hause war in seinem kleinen Kabinett.

00:03:10: Es durfte niemand betreten – außer mir!

00:03:14: Es war tatsächlich niemals Land für die fast ganze Familie.

00:03:19: Aufgrund der Schwarz-Weiß-Fotos von ihm würde ich heute noch behaupten, er war ein wirklich schöner Mann, ein stolzer Mann, charismatisch faszinierend.

00:03:29: Ein Weiberhelder zählten sie mehr als ich älter wurde.

00:03:33: Er hatte zwei großen Weltkriege überlebt.

00:03:37: Für mich war und ist er ein großer Mann gewesen.

00:03:41: Meine Großmutter hat sicherlich sehr unter diesem großen, übermächtigen Mann gelitten.

00:03:46: Vielleicht hat sie sich deshalb völlig in die Kirche und die Religion zurückgezogen?

00:03:51: Wenn mein Großvater einen guten Tag hatte, durfte ich zu ihm ins ein kleines Zimmer auf seinem Bett mit meinem Puppen spielen.

00:04:00: Ich kann mich heute noch an den Geruch des Kabinetts erinnern Holz Ein bisschen Tabak von der Pfeife Eine Spur von etwas, was irgendwie nach Eisenroch.

00:04:10: Diesen Geruch trage ich heute noch ein bisschen in meiner Nase.

00:04:16: Doch seine Laune konnte in einer Sekunde umschlagen.

00:04:19: Es gelang mir nie herauszufinden, was ich falsch gemacht hatte.

00:04:23: War ich zu laut?

00:04:25: Zu leise?

00:04:27: Habe ich zu viele Fragen gestellt?

00:04:29: Zu weniger?

00:04:31: Zu lautgelacht?

00:04:33: Zu wenig gelacht?

00:04:36: Denn plötzlich war er mich raus!

00:04:37: Er beschimpfte mich und schrie wie verrückt.

00:04:41: Niemand liebt dich, niemand will dich!

00:04:43: Niemand interessiert sich für Dich.

00:04:45: Bleib einen Moment bei diesen Worten.

00:04:48: Nimmern liebt Dich, niemand Will Dich... Niemand Interessiert sich Für Dich.

00:04:53: Vielleicht spürst Du wie sich den Magen anspannt?

00:04:56: Vielleicht macht sich eine Hitze in Deinem Hals breit?

00:05:00: Vielleicht erinnert Du Dich an einen Menschen der Dir einmal etwas Ähnliches gesagt hat.

00:05:07: Heute bin ich Bei Dir.

00:05:09: Du musst nicht alleine durchdurch all diese Erinnerungen und Gefühle.

00:05:14: Ich kann mich noch gut an die vielen Stunden erinnern, die ich vor seiner Tür am Bodensitzen verbrachte.

00:05:20: Stumm, weinend, bettelnd Und immer in der Hoffnung.

00:05:24: Irgendwann hatte mich lieb.

00:05:26: Diese Erinnerung an meinen Großvater vereint in mir meine größte Angst Und gleichzeitig meine schlimmste Sehnsucht Genug zu sein um geliebt zu werden Und gleichermaßen die Angst falsch zu sein und weggestoßen zu werden.

00:05:45: Der Wechsel zwischen Himmel und Hölle bei ihm kam für mich immer völlig unvorbereitet, wahrscheinlich auch für den Rest der Familie.

00:05:53: Er starb noch bevor ich in die Schule kam Und angeblich bin ich ihm sehr ähnlich äußerlich und innerlich.

00:06:00: Warum ich das an dieser Stelle mit dir teile damit du erkennst?

00:06:05: Es gibt meist eine wichtige Beziehung in deinem Leben, die deinen inneren Widersacher quasi hilft damit du ihn erschaffen kannst.

00:06:15: Ich habe damals ein Muster für Innerlicht ohne es zu begreifen.

00:06:18: ich verzehrte mich nach der Liebe meines Großvaters einer Liebe, die in einem Moment völlig präsent und perfekt war Und sich im nächsten Moment den Kälte- und Distanz verwandelte Die oft tagelang nicht wegging.

00:06:33: Diese widersprüchliche Zuneigung fühlte sich bis fast zu meinem vierzigsten Geburtstag völlig vertraut an.

00:06:41: Heute kann ich es einordnen!

00:06:43: Ich habe verstanden, dass ein Trauma in mir den Glaubenssatz geformt hat, der mir mein halbes Leben im Weg stand – nicht aus Bosheit sondern aus Schutz.

00:06:53: Früher dachte ich dieses Muster steht mir im Weg aber in Wahrheit hat's mich angetrieben.

00:07:03: Ich wollte, dass mein Großvater meinen Flehen und Betteln hört.

00:07:06: Dass er die Tür zu seinem Kabinett aufmacht und mich wieder zärtlich in den Arm

00:07:10: nimmt.".

00:07:11: Und du kannst dir vorstellen wie sehr es mir die Augen geöffnet hat zu erkennen?

00:07:16: Der größte Feind in meinem romantischen Leben war eine Person, die ich wahrscheinlich als ersten Vater in meinem Leben empfunden hatte.

00:07:27: Erst durch das genaue Hinsinn und Auseinandersetzen mit dem Trauma im Coaching durfte ich diese Wunde heilen!

00:07:33: Durfte ich diese Liebe neu und klar für mich wiederfinden?

00:07:37: Und so konnte ich Ihnen in Liebe gehen lassen, diesen intensiven charismatischen Mann aus meiner Ahnenreihe.

00:07:45: Atme wieder tief ein – und lange wieder aus!

00:07:52: Was immer gerade an dir auftaucht, an Gedanken und Gefühlen ist da.

00:07:58: Es ist nicht falsch und schon gar nicht zu

00:08:01: viel.".

00:08:04: Lass mich dir an dieser Stelle von einer Klientin erzählen, der ein innerer Widersacher mir besonders nahe gegangen ist.

00:08:11: Wir nennen sie Anna.

00:08:13: Anna ist Jahrgang neunundsebzig.

00:08:15: Anwältin in einer großen Kanzlei verheiratet ein Kind elf Jahre alt.

00:08:20: Anna sieht aus wie eine Frau die alles unter Kontrolle hat.

00:08:23: Ihr Ansuch sitzt perfekt, ihr Haar sitzt, ihre Stimme ist ruhig und tief Und sie hat zu mir gesagt Claudia, ich funktioniere nach außen hintadelos.

00:08:33: Aber in mir ist eine Stimme die mir jeden Tag in jeder Sekunde, in jeder Minute sagt Ich bin nicht genug.

00:08:41: Wir haben diese Stimme sogar einen Namen gegeben.

00:08:43: Ich habe Anna gebeten mir zu beschreiben wie dieses Stimme klingt.

00:08:47: Sie hat gesagt Wie meine Mutter wenn sie geschwiegen hat Bleib einen Moment bei diesem Satz Da schweigen einer Mutter kann lauter sein als jedes Schrein.

00:09:03: Wir haben muttertelang gearbeitet, wir sind den Augenblicken nachgegangen in denen die Stimme zum ersten Mal in Anna entstanden ist.

00:09:11: Anna war damals elf.

00:09:13: Als ihre Mutter aufgehört hat sie zu loben Es war nichts Besonderes vorgefallen.

00:09:19: Anna hatte einfach in der Schule eine dreie Mathematik bekommen.

00:09:23: Die Mutter hat das Zeugnis angeschaut.

00:09:25: Sie hat es weggelegt und nicht mehr darüber gesprochen.

00:09:28: Anna hat in diesem Moment gelernt, du bist nur etwas wert wenn du brillierst.

00:09:34: Ihr ganzes Leben hat sie versucht diese Schweigen zu vermeiden mit Bestnoten, mit einer Karriere die ihre Mutter immer noch stumm angenickt hat Mit der Ehe, mit einem Mann der nach außen alles ist was ihre Mutter sich vorstellen kann und will Und mit einer Erschöpfung die sie immer öfter mit der Frage hat aufwachen lassen Wofür mache ich das eigentlich?

00:09:57: Für wen mache ich es eigentlich?

00:10:00: Anna ist immer noch Anwältin.

00:10:02: Aber sie hat ihren ersten Mandanten abgelehnt, weil sie sich mit ihm nicht verbinden konnte.

00:10:07: Sie hat ihrer Mutter zum ersten Mal am Telefon in ihrem Leben gesagt – Mama ich bin wirklich nicht hier um dich stolz zu machen!

00:10:13: Ich bin hier um mein Leben zu leben!

00:10:16: Ihre Mutter hat wortlos aufgelegt und drei Tage später angerufen und gefragt ob sie ihr Enkelkind am Sonntag abholen dürfte.

00:10:25: Und anderen ihre Mutter führten das wahrscheinlich erste Gespräch in ihrem Das erste echte Gespräch.

00:10:34: Ich erzählte das, weil ich möchte dass du verstehst der innere Widersacher ist nicht dein Feind.

00:10:40: er war irgendwann mal deinen Schutz eine Stimme die du dir geformt hast damit Du gewusst hast was du tun musst um nicht ausgestoßen zu werden.

00:10:48: Erst wenn du das verstehst kannst du anfangen mit ihm so sprechen.

00:10:52: Du musst einen inneren Widersache nicht töten.

00:10:56: Du musst ihm nur sagen Danke!

00:10:59: Du hast einen Dienst für mich getan.

00:11:02: Du darfst jetzt gern schweigen oder auch für immer gehen.

00:11:04: Ich brauche dich nicht mehr!

00:11:06: Ich bin jetzt erwachsen, ich bin ein großes Mädchen eine große erwachsene Frau.

00:11:12: Ich bin ein großer Junge Ein großer Mann Ein großer Erwachsener-Mann.

00:11:19: Atme einmal tief ein und lange wieder aus.

00:11:25: Warum sehnen wir uns also nach einem Helden der uns rettet?

00:11:31: Weil unsere Tiefen unglaublich mächtigen Ängste Und so sehr Triggern dass wir meist vor ihnen weglaufen.

00:11:39: Oft sind darunter universelle Grundängste verborgen, die sich individuell maskieren – Verlust, Versagen, Wertlosigkeit.

00:11:50: Doch was sich wirklich dahinter verbirgt ist die größte Angst der Menschen Die Angst vor der Angst.

00:11:58: Auch diese Angst kann man unterscheiden in reale körperliche und in verstandes Angst.

00:12:03: Die Unterscheidung ist technisch gesehen nicht nötig, denn sowohl die eine als auch die andere fühlt sich gleichermaßen real an.

00:12:11: Interessanterweise habe ich durch mein Coaching mit meinen Klienten Ängste in unfassbar vielen Facetten beobachten dürfen.

00:12:19: Mit der Zeit habe ich festgestellt dass es vier Phasen in der Weiterentwicklung und Ermächtigung gibt, die nach einem Nadelöhrprinzip funktionieren.

00:12:32: Die meisten Menschen verändern sich nur unter zwei Gesichtspunkten.

00:12:36: Entweder weil sie ihren goldenen Satz so klar vor Augen sehen, ihr Ziel so klar definieren können dass sie einfach losgehen müssen.

00:12:48: das ist natürlich der ideale Ausgang.

00:12:51: oder und das ist die zweite Option es ist so schlimm in ihrem Leben.

00:12:56: Sie sind an einem Punkt angekommen dass sie den aktuellen Zustand nicht mehr aushalten Und ich verrate dir noch etwas.

00:13:07: Die wenigsten Menschen mögen Veränderungen, deshalb braucht es oft erst den Schmerz die absolute Niederlage um Menschen überhaupt erst in Bewegung zu bringen.

00:13:21: aber zurück zu den vier Phasen.

00:13:23: Die erste Phase ist der Aufbruch so etwas wie der Ruf des Abenteuers denn ich am Anfang dieser Reihe vorgestellt habe.

00:13:32: diesen Schritt wagen einige oft aus einem Schmerzen heraus.

00:13:36: Manche schaffen es aus purer Motivation.

00:13:40: Die zweite Phase ist der Durchbruch.

00:13:43: Kurz davor liegt der Knackpunkt, an dem viele aufgeben.

00:13:47: Plötzlich tauchen nämlich Zweifel auf!

00:13:49: War das wirklich die richtige Entscheidung?

00:13:52: War's ein

00:13:52: Fehler?!

00:13:54: Viele drehen hier um weil die Absicht nicht stark genug ist und sie warten – Sie verschieben.

00:13:59: Sie halten sich zurück und schwächen sich damit Stück für Stück.

00:14:04: Aber dann gibt´s diesen anderen Moment Diese Sehnsucht nach Veränderung, nach dem Traum der größer wird als die Angst.

00:14:13: Plötzlich bist du bereit alles durchzustehen egal was da kommen mag.

00:14:17: Du sagst zu dir selbst ich mach das jetzt, egal was passiert Ich gehe diesen Weg, ich trenne mich, ich starte neu, ich spring ins Unbekannte.

00:14:25: In diesem Moment beginnt das echte Vorwärts.

00:14:28: Das ist ja ein Moment an dem wir unseren Widersacher ins Gesicht schauen und sagen ich bin stärker Egal womit ihr mir droßt, ich komme damit klar.

00:14:39: Manchmal schiebt sich hier die dritte Phase ein.

00:14:43: Das wäre der Punkt des absoluten Zusammenbruchs.

00:14:46: Manche Menschen brauchen das, ein komplettes Reset, dass sie in ihrer Substanz zu tiefster schüttert, sodass sie die Scherben ihres alten Ichs vom Boden aufsammeln müssen und dann in der Lage sind, sich durch diesen Punkt hindurchzuquälen als würden Sie sich durch einen Nadelöhr quetschen um sich auf der anderen Seite Stück für Stück wieder zusammenzusetzen.

00:15:12: Und dann kommt die vierte Phase, an deren Anfang steht etwas anderes als du vielleicht erwarten würdest.

00:15:19: Es ist kein Frieden, kein Glück keine Euphorie.

00:15:26: es ist Emotionslosigkeit absolute Emotionlosigkeit.

00:15:33: Das ist wahnsinnig faszinierend.

00:15:35: diese hundertprozentige Gleichgültigkeit Die in der Mitte des Nadelöhrs eintritt also am vermeintlichen Absoluten Tiefpunkt wird als Wohltor entwagennommen.

00:15:48: Das ist gleichzeitig ziemlich irritierend, weil man dieses Gefühl zunächst nicht als das Gegenteil dessen einordnen würde was der Vorstand nämlich in Wirklichkeit Angst.

00:16:01: Sobald wir Gleichgültigkeit erlangen nehmen wir den Ängsten und sorgen ihre Macht.

00:16:07: Das Feelen von Emotionen hilft uns dabei die Dinge als das zu sehen was sie sind Und so endlich Strategien zu entwickeln, die uns in die vierte Phase hinein begleiten und unser neuer Status quo werden.

00:16:22: Die uns dabei helfen das ich zu werden, dass den Ängsten ins Gesicht geschaut hat, dass sich ihn durchgequält hat.

00:16:29: Nun sieht man, dass wir uns die Ängste selbst auferlegt hatten und sie somit auch von uns selbst entmachtet werden können.

00:16:41: Wieder kommen wir zurück zur Joseph Campbell.

00:16:44: In der klassischen Heldenreise durchlebt jeder Heldin, jeder Helt irgendwann den entscheidenden Moment.

00:16:50: Die Schwelle!

00:16:52: Den Moment in dem er in die tiefste Höhle hinabsteigen muss.

00:16:56: Im echten Leben ist die dunkle Höhli natürlich kein physischer Ort, kein Stollen aus Fels und Stein – sie ist das Symbol dafür was uns am meisten Angst macht.

00:17:05: Das Terrain dass wir am liebsten meiden würden.

00:17:09: Dein innerer Abgrund.

00:17:16: Vielleicht trägt sie den Namen Einsamkeit, Versagen, Ablehnung, Verlust.

00:17:28: Vielleicht ist es die Angst nicht genug zu sein?

00:17:34: Vielleicht erzweifel ob du jemals wirklich geliebt wirst?

00:17:38: Jeder Mensch hat eine solche tiefe dunkle Höhle und jeder der seine eigene Lebensgeschichte in die Hand nimmt muss irgendwann den Mut finden dort hinzugehen.

00:17:51: um zu meiner Lieblingsfilmreihe zurückzukehren Luchs Keibocker betritt den Star Wars auf Dagobar nicht nur sprichwörtlich eine Höhle.

00:18:00: Also die Höhles in der tiefsten Angst, sondern auch eine wirklich richtig tiefe Höhler.

00:18:06: Es ist dunkel da unten unheimlich.

00:18:09: es verändert seine Wahrnehmung.

00:18:11: Luke sieht nicht nur die äußeren Bedrohungen er wird mit seinen eigenen Unsicherheiten und Ängsten konfrontiert Denn zweifeln an sich selbst Der Versuch, die dunkle Seite zu wählen und der Angst seine Freunde zu verlieren.

00:18:27: In der Höhle kämpft Luke gegen eine Vision von Darth Vader, die ihn schließlich zur Boden zwingt.

00:18:34: Er reist der Vision dem Maske vom Gesicht Und sieht sein eigenes Gesicht hinter der Maske.

00:18:42: Das symbolisiert Sein größter Gegner ist er selbst.

00:18:47: Hier erkennt Luke dass es sich seinen eigenen inneren Konflikten stellen muss bevor er wirklich wachsen kann.

00:18:54: In dieser Szene wird wie im Coaching-Lehrbuch gezeigt, weshalb dieser Weg diese Höhle so unfassbar wichtig ist für seine Entwicklung.

00:19:07: Diese Höhlen ist nie ein Ort des Komforts sondern immer ein Ort der den Helden die Helden zwingt sich selbst und seinen Ängsten zu stellen als hätte alles was bisher geschehen ist bewusst so genau diesen Moment geführt.

00:19:23: Zum Ende dieser Folge möchte ich der Vollständigkeit halber, auch noch kurz die äußeren Widersacher ansprechen.

00:19:29: Menschen im Außen, die tatsächlich eine echte Schwelle waren auf unserer Reise.

00:19:36: An dieser Stelle erzähle ich dir von Max.

00:19:39: Max ist Jager'n-Fünfundneunzig.

00:19:42: Er hat sein Studium in BWL erfolgreich mit einem Master abgeschlossen.

00:19:47: Er ist seit sechs Monaten an einem großen internationalen Konzern im Vertrieb angestellt und soll jetzt seine Präsentationen in Zukunft auch auf Englisch halten.

00:19:57: Sein alter Widersacher stand in Sekundenschnelle wieder klar in seinem Weg, Max war unfähig seine Heldenreise an dieser Stelle vorzusetzen.

00:20:08: Max kam zum ersten Mal zu mir in die Praxis.

00:20:11: er hat sich gleich beim hereinkommen entschuldigt.

00:20:14: wofür wusste ich nicht?

00:20:16: Er hat sich auf den Stuhl gesetzt.

00:20:18: seine Hände waren feucht doch er hat einen Satz gesagt den ich nie vergessen werde Claudio, ich bin neunundzwanzig und werde von einem Lehrer terrorisiert den ich seit fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen habe.

00:20:33: Sein Englisch-Lehrer hatte ihn in der Hauptschule alle vier Jahre in wirklich jeder Englischtunde an die Tafel geholt und ihn runtergemacht.

00:20:40: Seine Mitschüler hat er offen aufgefordert Max auszulachen.

00:20:45: Er fragt sich heute noch wie er die Abendmotore in Englische geschafft hat gerade mal so Und nach Heute wird ihm übel wenn er auch nur ein Wort Englischen sprechen soll.

00:20:55: Er hat mir gezeigt, wie er das meint.

00:21:00: Wir haben einfach in der ersten Sitzung versucht Englisch zu sprechen.

00:21:04: Sein Gesicht ist rot geworden, sein Hals wurde eng.

00:21:07: Die Stimme ist auf den Flüstern geschrumpft.

00:21:09: Sein Körper hat sich an etwas erinnert, dass sein Kopf schon längst vergessen wollte.

00:21:14: Und genau deshalb kam mein Praxis Damit ich im Half dem alten Widersacher die hässliche und bedrohliche Maske abzunehmen.

00:21:23: Habt ihr Lust auf ein Happy End?

00:21:26: Max wurde Ende des Jahres nach Boston versetzt, um die neue Produktpalette des Konzerns in der USA einzuführen.

00:21:33: Auf Englisch!

00:21:36: Max hat mir vor seinem Abflug eine Nachricht geschickt.

00:21:41: Claudia Ich habe heute im Flughafen das Boarding auf Englische geführt.

00:21:47: Mir war kurz übel.

00:21:49: Dann hab ich mir vorgestellt dass mein alter Lehrer im Flugzeug sitzt und ich habe ihn höflich begrüßt.

00:21:56: Es war komisch Aber es hat geklappt.

00:22:01: Max ist mittendrin in seiner Heldenreise, ich durfte für ein paar Monate seine Mentorin sein und ich erzähl dir das weil ich möchte dass du eines verstehst Auch wenn der Widersacher von außen kam war der Schlüssel in seinem Inneren.

00:22:18: Max musste erkennen dass dieser Lehrer in seinem Kopf weiterhin mit ihm gesprochen hat lange nachdem er die Schule verlassen hatte erst als er ihn sich selbst entmachtet hat.

00:22:30: Kommt ja nach Boston pflegen.

00:22:32: Bevor wir uns heute verabschieden, gebe ich dir wieder ein paar Fragen mit auf deine innere Reise.

00:22:38: Acht die finde ich hinein!

00:22:41: Wovor hast du Angst?

00:22:44: Welche Angst ist dein größter Feind und wer waren bis jetzt eine Widersache im Außen auf deiner Heldenreise?

00:22:56: Wie immer musst du meine Fragen nicht beantworten.

00:22:59: Du musst sie nie beantwortet wenn du nicht willst aber lass sie ein wenig in dir liegen.

00:23:06: In der nächsten und letzten Folge Machen wir uns auf die Suche nach deinen ganz eigenen Dämonen.

00:23:13: Damit du erkennst, dass alle selbst erschaffen.

00:23:18: Danke, dass du heute wieder mit mir warst in meinem Füllraum – mit dem Geruch des Kabinetts meiner Kindheit!

00:23:25: Mit der Stimme, die zu lange in einem Kopf gewohnt hat, mit Max, der heute Englisch spricht, mit Anna, die mit ihrer Mutter geredet hat und mit allem was in dir gerade noch nachklingt.

00:23:37: Ich danke dir, dass Du gerade hiermit mehr

00:23:40: warst.".

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