DER MALER UND DER KÖNIG
Shownotes
Was dich in dieser Folge erwartet
Der Mann mit den drei Eimern blauer Farbe. Es war noch Farbe übrig. Vier Wochen Warten auf einen Befund. Vier Minuten Erleichterung. Und dann das Dach. Warum dein Gehirn sich einen Zaun sucht, sobald der alte gestrichen ist. Claudias Terrasse, ein Glas Wein, vier Sekunden Glück und der Satz von Goethe über eine Reihe von guten Tagen. Der Leibwächter, der sich neunundneunzig von hundert Mal irrt. Und die Mail der Chefin mit den sieben Wörtern. Drei Fragen an den Leibwächter: Wie wahrscheinlich ist es. Was ist der wertvolle Hinweis. Und wie antworte ich ihm respektvoll. Bernhard, Tischlermeister, Jahrgang 1971. Die Küche um zweiundzwanzig Uhr vierzig, die Werkstatt und ein Türrahmen im Jahr 1987. Laios und Ödipus. Wie zwei Männer genau das gebaut haben, wovor sie geflohen sind. Warum jede Sorge, die du bekämpfst, mit deiner eigenen Energie gemästet wird. Der Ausweis im Kopierer. Claudias Sonntagmorgen, zwei Taschen und ein Zettel, dessen Inhalt sie nicht mehr weiß. Die Übung: Sätze umdrehen, ohne ein einziges Nicht. Elisabeth, pensionierte Volksschullehrerin, Jahrgang 1958. Der Sorgentermin von neun bis halb zehn und ein Lachen am Donnerstag.
Fragen für deine innere Reise
Wie lange hältst du Glück aus, bevor du zu streichen beginnst. Welche Sorge bekämpfst du gerade so sehr, dass sie davon wächst. Wovor beschützt dich deine Sorge in Wahrheit.
Über den Podcast
FÜHLRAUM ist der Podcast von Claudia Redlhammer, Mental- und Resonanzcoach in Oberösterreich. Eine Stimme, kein Interview. Erzählt statt erklärt.
Die Geschichten aus der Praxis sind zum Schutz der Klientinnen und Klienten verändert und zu Fallbeispielen zusammengefasst.
Nächste Folge
Der Zaubervogel. Wie du die Vergangenheit loslässt.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ihr Lieben, herzlich willkommen zurück in meinem Füllraum.
00:00:04: Mein Name ist Claudia Riegelhammer und ich freue mich sehr dass du heute wieder hier bist.
00:00:10: Kommt wieder einen Moment an Atme tief ein In den Bauch hinein Und atme es sehr lange wieder aus.
00:00:21: Noch einmal Tief einatmen und ganz lange ausatmen.
00:00:34: Ich bin bei dir.
00:00:36: Letztes Mal sind wir durch die vier Zimmer gegangen Haben die Einbrecher besucht den Fantasten, den Folterer, den perfektionistischen Antreiber und den Angstmacher.
00:00:51: Vielleicht weißt du schon ein bisschen wo deiner wohnt?
00:00:54: Im Magen zwischen den Schulterblättern im Kiefer vielleicht... Und heute schauen wir genau hin worum die Einbrecher immer wieder kommen.
00:01:04: Worum eine Sorge die Du gelöst hast am nächsten Morgen eine Schwester mitbringt!
00:01:11: Ich fang' mit einem Mann an.
00:01:13: Stell ihn Dir vor.
00:01:18: Ich habe ihn sofort erkannt, als ich von ihm gehört habe.
00:01:21: Und du wirst den auch erkennen!
00:01:24: Ein Mann nimmt sich einen Tag Urlaub.
00:01:26: Er will seinen Gartenzaun streichen.
00:01:28: Er fährt in dem Baumarkt und kauft drei einmal blaue Farbe.
00:01:32: Um halb elf ist der Zaun fertig... ...und es ist noch viel Farbe da.
00:01:39: Also streicht er das Gattenhäuschen blau.
00:01:42: Dann die Terrasse.
00:01:44: Dann ein Balkon, die Innentüren, die Gartensstühle Kleregarle im Keller.
00:01:52: Als seine Frau am Abend nach Hause kommt, steht sie in einem blauen Haus und sie fragt ihn um Himmels Willen was er denn da gemacht hat?
00:02:00: Und er sagt ich weiß es auch nicht aber es war noch farbe übrig.
00:02:08: Das ist dein Kopf das ist mein Kopf.
00:02:13: Ich zeigte wie sich das anfühlt.
00:02:16: du kennst es.
00:02:18: Du hast vier Wochen auf einen Befund gewartet ein Knoten In der Brust nichts Großes hat die Ärztin gesagt, aber wir schauen es uns an.
00:02:27: Vier Wochen!
00:02:28: Du hast nachts die Decke angestarrt, du hast im Kopf die Rede für dein eigenes Begräbnis geschrieben und du hast überlegt wer die Kinder nimmt wenn du tot bist.
00:02:39: Und dann sitzt du in der Ordination und die Ärzlerin sagt alles gut völlig harmlos.
00:02:45: Da gehst hinaus Die Luft ist anders, du sitzt im Auto und weinst vor Erleichterung.
00:02:55: Ich schwöre dir, an der zweiten Ampel fällt dir ein, dass das Dach im Herbst gemacht werden muss.
00:03:01: Und dass ihr das Geld eigentlich nicht habt und dass die Tochter in Mathe wirklich auf eine Vier steht – und die ist schon knapp!
00:03:09: Und das pleine Tuch legt sich wieder auf den Brust.
00:03:12: Vier Wochen tode es Angst, vier Minuten Erleichterung... ...und dann kommt ihr das DACH in den Sinn.
00:03:19: Es war einfach noch Farbe übrig aus dem blauen Eimer.
00:03:23: Atme tief ein….
00:03:25: …und lange wieder
00:03:26: aus.".
00:03:27: Ich erklär dir das jetzt mal, unser Gehirn ist gebaut um Gefahr zu finden.
00:03:32: Über Jahrtausende war das nützlich?
00:03:33: wer den Schatten im Gras nicht gesehen hat wurde schlicht und einfach gefressen.
00:03:39: Heute sitzt du in einer warmen Wohnung Und der Eimer mit blauer Farbe ist immer noch voll.
00:03:44: Also such dein Kopf einen Zaun oder irgendetwas was du anstreichen kannst.
00:03:49: Ist ein Problem gelöst findet er das nächste und wenn er keines findet dann malt er sich halt eines.
00:03:56: Ich erzählte jetzt mal von meinem Blauen Haus.
00:04:00: Ich habe Jahre gehabt, in denen ich wirklich Probleme hatte.
00:04:03: Kein Geld meine großen Kinder verloren, kein Boden, kein Licht in Sicht.
00:04:08: und dann kamen die guten Jahre mein zweiter Mann, die Ausbildung meiner drei Kinder aus der zweiten Ehe und dann meine eigene Praxis.
00:04:19: Ich erinnere mich an einen Abend, Sommer.
00:04:22: Wir sitzen auf der Terrasse, mein Mann Georg neben mir.
00:04:24: Die Kinder im Garten.
00:04:25: Ich hebe ein Glas Wein und die Sonne ist noch warm auf dem Holz.
00:04:31: Und ich denke jetzt!
00:04:33: Jetzt ist ähnlich alles gut.
00:04:35: Jetzt hast du alles wofür du so viele Jahre gekämpft hast?
00:04:39: Ich habe das wirklich gedacht.
00:04:41: Ich hab sogar gespürt.
00:04:44: Vielleicht vier, fünf Sekunden lang... Dann ist eines der Mädchen still.
00:04:51: Sophie sitzt allein am Rand des Gartens mit einem Stock und zeichnet in die Erde.
00:04:56: Und mein Kopf sagt, sie ist zu still.
00:04:59: Warum ist sie alleine?
00:05:00: Warum hat sie heute keine Freundin eingeladen?
00:05:02: Ist irgendwas in der Schule?
00:05:05: Bin ich zu wenig aufmerksam?
00:05:07: Bin nicht so viel in der Praxis bei meinen Glänten?
00:05:11: Die Sonne steht noch im Himmel!
00:05:13: Und mein Mann ist noch da... ...und der Wein ist noch hier... aber ich bin nicht mehr
00:05:18: da.".
00:05:20: Ich habe mich an diesem Abend zum ersten Mal ganz bewusst beim Streichen mit der blauen Farbe erwischt.
00:05:25: Ich habe gesehen, wie ich den blauen Eimer nehme und die Terrasse anstreiche auf der ich gerade sitze.
00:05:31: Und ich war traurig – nicht wegen meiner geraden stillen Tochter Sophie!
00:05:35: Die hat einfach einen Stock gehabt, geträumt und irgendwas in die Erde gezeichnet.
00:05:40: Ich war trauerig weil ich vier Sekunden Glück ausgehalten
00:05:42: habe.".
00:05:44: Goethe hat gesagt, nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen.
00:05:51: Ich habe das früher für Kokoterie gehalten.
00:05:53: Heute weiß ich, dass es Physik ist und einfach noch Farbe übrig in meinem Eimer.
00:05:58: Zähl einmal nach!
00:06:00: Wie lange hältst du Glück aus?
00:06:02: Vier Sekunden gar fünf zählen nach.
00:06:06: beim nächsten Mal Atme wieder tief ein Tief in deinem Bauch hinein Und ganz lange wieder aus.
00:06:17: Und jetzt kommt das Bild Das mir in diesem Buch von meinem Kollegen am besten gefallen hat Der Leibwächter.
00:06:25: Stell dir einen Personenschützer vor!
00:06:28: Er steht neben einer Politikerin in der Menge und er hält niemanden für harmlos, den Mann mit dem Rucksack die Frau mit der Sonnenbrille das Kind mit der Tasche – er irrt sich fast immer.
00:06:41: Neunundneunzigmal von hundert irrt er.
00:06:46: Und genau deshalb erkennt er beim hundertsten Mal den, der es ernst meint.
00:06:51: Und ich sag dir, der Leibwechter macht keinen schlechten Job wenn er falsche Gefahren sieht.
00:06:57: Er macht sogar einen guten.
00:07:00: und ich zeig dir jetzt deinen Leibwächter im Alltag.
00:07:04: Montag, vierzehn Uhr eine Mail von deiner Chefin.
00:07:08: Betreff kurz Text.
00:07:11: können wir morgen früh kurz reden?
00:07:14: Das ist alles sieben Wörter.
00:07:16: Können wir morgen Früh kurz reden?
00:07:20: Und dein Leibwerker springt auf?
00:07:22: Achtung!
00:07:23: Kurz reden heißt nie kurz, kurz reden heißt Umstrukturierung.
00:07:27: Kurz reden heisst sie hat die Präsentation vom Donnerstag nicht gut geheißen.
00:07:32: Dein Magen macht zu Du liest die Mehl noch dreimal du suchst in den sieben Wörtern nach einem Ton.
00:07:40: und jetzt der Punkt der alles verändert.
00:07:43: Nicht der Hinweis erzeugt die Sorge sondern dein Denken darüber.
00:07:48: Der Leibwächter hat einen Satz gesagt Achtungen Mehl.
00:07:52: Das war sein Job.
00:07:54: Er hat den angemacht und dann hast du übernommen, und du hast aus einem Satz einen Roman gemacht mit Kündigung im dritten Kapitel.
00:08:03: Der Leibwächter ist nicht ein Feind Es ist ein übereifriger Angestellter Und Du behandelst ihn falsch?
00:08:09: Du glaubst ihm entweder alles oder du versuchst ihn zu feuern.
00:08:14: Beides geht nicht.
00:08:16: Ich gebe ihm drei Fragen mit.
00:08:19: ich habe sie mir meiner Ausbildung geholt und ich benutze Sie selbst jeden Tag.
00:08:25: Erstens.
00:08:26: Wie wahrscheinlich ist es?
00:08:29: Ist es nicht möglich, ist es wahrscheinlich oder unmöglich um auf die Mail zurückzukommen wie oft hat Kurzreden in den letzten zwei Jahren Königung geheißen?
00:08:43: Genau nullmal!
00:08:45: Wie oft dienstplan Urlaub ein neues Projekt Jedes Mal.
00:08:51: Zweitens Was ist der wertvollste Investorin?
00:08:56: Der Leibwächter meint's gut.
00:08:59: Was will er mir sagen?
00:09:01: Vielleicht, dass du seit Wochen nicht weißt wo du bei deiner Chefin stehst.
00:09:04: Das ist ein echter Hinweis!
00:09:06: Der ist es wert hin zu sehen.
00:09:10: Drittens Wie antworte ich ihm?
00:09:14: respektvoll Nicht mit Panik, nicht mit Ignorieren.
00:09:17: Danke Ich hab dich gehört.
00:09:19: Ich frage meine Chefin morgen ob wir einmal gründlich reden können.
00:09:25: Drei Fragen Und aus dem Roman wird wieder ein Satz.
00:09:32: Ich erzähl dir jetzt von Bernhard.
00:09:33: Wir nennen ihn einfach so.
00:09:35: Jahrgang, Neunzelneinundsebzig Tischlermeister, eigener Betrieb mit vier Mitarbeitern ein Lehrling verheiratet mit Monika eine Tochter Lisa, sechsundzwanzig Physiotherapeutin.
00:09:49: Ich zeige dir zuerst mal seinen Abend.
00:09:52: Zweiundzwantig Uhr vierzig die Küche.
00:09:55: Das Licht über dem Herd ist an das große Licht nicht.
00:09:59: Bernhard sitzt am Tisch vor ihm der Laptop Und neben dem Laptop ein Bier, das er seit einer Stunde nicht angerührt hat.
00:10:08: Auf den Bildschirm eine Tabelle Offene Rechnungen Aufträge bis Dezember.
00:10:13: Die Rate für die neue Plattensege Errechnet Errechnet dieselbe Spalte zum dritten Mal.
00:10:20: Das Ergebnis ist dasselbe, das Ergebnis ist gut Es ist jedes mal richtig gut und errechnet ein viertes Mal.
00:10:28: Monika kommt herein im Bademantl.
00:10:30: sie sagt Kommst du ins Bett?
00:10:33: Er sagt gleich.
00:10:35: Sie bleibt in der Tür stehen, sie sagt nichts mehr.
00:10:38: Sie hat das schon zweitausendmal gesagt – sie geht!
00:10:44: Und Bernhard sitzt da und rechnet den Betrieb in den Konkurs wie jeden Abend.
00:10:49: Am nächsten Morgen steht er am sechs in der Werkstatt und dort ist ein anderer Mensch.
00:10:54: Ich habe ihn einmal dort besucht.
00:10:56: Das mache ich manchmal.
00:10:58: Ich wollte sehen wer er ist wenn er nicht bei mir sitzt.
00:11:02: In der Werkstadt sieht Bernhard alles.
00:11:05: Er sieht die Kante an der sich der Lehrling schneiden wird, bevor der Lehrlings sie seht.
00:11:10: Er hört dann das Säge ob das Platz stumpf wird.
00:11:13: Er geht durch die Halle und seine Augen bleiben man jeder Stelle hängen an der etwas passieren könnte.
00:11:19: Das ist keine Sorge!
00:11:20: Das ist Meisterschaft!
00:11:22: Zweiundzwanzig Jahre ohne einen schweren Unfall Bernhardt is dein Leibwächter vom Beruf Und zwar ein verdammt guter.
00:11:31: Nur hatte den Leibwächter mit nach Hause genommen in die Küche an den Tisch ins Bett.
00:11:37: Er ist gekommen, weil Monika ihn geschickt hat.
00:11:41: Das hatte er im ersten Satz gesagt.
00:11:43: Meine Frau meint ich soll mal zu dir kommen.
00:11:46: Sie meint Ich würde dich brauchen?
00:11:48: Er hat sich hingesetzt wie ein Mann der lieber stehen würde Hände auf dem Oberschenkel inkarierte Arbeitsjacke.
00:11:54: Er hat mich nicht wirklich angeschaut.
00:11:57: Er hat durch das Fenster geschaut.
00:11:59: Ich habe ihn gefragt, was seine Frau denn meint und warum sie ihn denn genau zu mir geschickt hätte.
00:12:05: Er hat gesagt, Sie meint ich rechne den Betrieb jeden Abend in den Konkurs.
00:12:10: Und dann hatte er mir erklärt, warum das vernünftig ist.
00:12:12: Die Aufträge des Holzs die Bank der Lehrlinge vielleicht geht Der große Kunde der vielleicht nicht zahlt.
00:12:20: Ich hab ihm zugehört Lange!
00:12:23: Ich hab ihn jammern lassen.
00:12:25: Und dann habe ich gefragt, Bernhard Wann hat der Betrieb das letzte Mal rote Zahlen geschrieben?
00:12:31: Er hat überlegt.
00:12:34: Noch nie!
00:12:36: Zweiundzwanzig Jahre kein einziges Jahr Verlust, sagt er stolz.
00:12:41: Aha sage ich.
00:12:42: Aber du gehst jeden Abend in den Konkurs?
00:12:47: Ich habe ihm vom Leibwächter erzählt und der hat zum ersten Mal von dem Fenster weggeschaut Und dann hatte etwas gesagt das ich nicht vergessen habe.
00:12:55: Ich hab ihn gar nicht danach gefragt.
00:12:58: Er hat einfach begonnen zu erzählen Mein Vater hat den Betrieb einmal fast verloren.
00:13:08: und bleibe einen Moment wirklich bei mir.
00:13:10: Ich erzähle das Szene so, wie sie mir Bernhard erzählt hat ein Winterabend.
00:13:16: Bernhard kommt vom Fußballtraining.
00:13:18: er geht in verschwitzten Socken durch den Flur weil die Schuhe nass sind Und er bleibt im Türrahmen in der Küche stehen.
00:13:26: Sein Vater sitzt am Tisch allein vor ihm ein Taschenrechner und ein Blatt Papier mit Zahlen.
00:13:33: nur die Lampe über dem Tisch brennt.
00:13:35: Der Vater drückt auf den Taschenrechner, schaut auf das Ergebnis, streicht eine Zahl durch, drückt noch einmal.
00:13:42: Er sieht seinen Sohn nicht oder er tut so.
00:13:46: Doch Bernhard steht da – vielleicht eine Minute.
00:13:50: Er sagt nichts, der Vater sagt nichts und dann geht Bernhard in sein Zimmer.
00:13:55: Am nächsten Tag hat seine Mutter im Bad geweint mit laufendem Wasser damit man es nicht hört.
00:14:03: Eine Woche später stand ein Mann von der Bank in der Werkstatt.
00:14:07: Grauer Mantel-Aktendasche, der Vater hat ihm die Maschinen gezeigt.
00:14:11: wie man jemanden Maschinent zeigt er sie vielleicht mitnimmt.
00:14:16: Es ist gut ausgegangen.
00:14:17: Ein großer Auftrag ist gekommen Der Betrieb hat überlebt Und niemand hat jeder darüber gesprochen.
00:14:23: Nicht der Vater nicht die Mutter nicht Bernhard.
00:14:29: Er hatte es mir mit fünfundfünfzig zum ersten Mal erzählt.
00:14:32: in meiner Praxis und beim Erzählen hatte er die ganze Zeit auf seine Hände gestarrt.
00:14:37: Ich habe gefragt, Bernhard, wer hat sich das angefühlt damals im Türrahmen?
00:14:42: Hm, sagt er!
00:14:46: Als wäre der Boden unter mir weich geworden so weich dass ich darin versinkte atme wieder tief ein in deinen Bauch hinein und lange wieder aus.
00:14:58: da sitzt ein sechzehnjähriger mit feuchten Socken im Türramen und schaut seinem Vater zu.
00:15:04: wir errechnet.
00:15:06: Und neununddreißig Jahre später sitzt er selbst an einem Küchendisch, mit einem Laptop statt einen Taschenrechner und rechnet.
00:15:14: Und seine Frau steht im Türrahmen.
00:15:16: Der Leibwächter war nicht seiner Er hat ihn geerbt in einer Minute im Türramen.
00:15:24: Das ist es was mich an dieser Geschichte so traurig macht Nicht der Konkurs, der ist nie gekommen Diese Minute Der junge Bub, der niemand fragen konnte ob der Boden hält.
00:15:35: Wir haben dann die drei Fragen durchgespielt mit der großen Rechnung, die vielleicht nicht bezahlt wird.
00:15:43: Also sage ich Bernhard!
00:15:44: Wie wahrscheinlich ist es dass dein Kunde nicht bezahl?
00:15:50: Zehn Prozent hat Bernhard gesagt.
00:15:52: Der Kunde zahlt seit acht Jahren bündlich.
00:15:55: Hinweis sagt er noch.
00:15:56: Ich habe keine schriftliche Anzahlungsvereinbarungen mit ihm.
00:15:59: das ist tatsächlich schlampig.
00:16:02: Naja sag' ich das würde ich vielleicht tun.
00:16:04: Vielleicht fühlst du dich dann sicherer.
00:16:06: Und Bernhard hat das gemacht am nächsten Tag.
00:16:10: Er hat den Betrieb nicht verändert, der Betrieb war nie das Problem.
00:16:14: Er hatte die Küche verändert.
00:16:16: Freitag, sechszehn Uhr eine halbe Stunde.
00:16:18: da schaut er die Zahlen an mit Kaffee am Tisch betageslicht und dann klappt er den Laptop zu.
00:16:24: und wenn der Leibwächter am Dienstag um vier Uhr früh kommt sagt er ihm freitag sechzehn uhr.
00:16:29: da haben wir ein Tät.
00:16:30: ich habe dich gehört.
00:16:31: jetzt will ich schlafen.
00:16:32: Er hätte mir gesagt es klappt nicht immer aber es klappte immer öfter.
00:16:38: Und vor ein paar Wochen hatte mir etwas erzählt, dass ich den mitgebe.
00:16:43: Lies als eine Tochter war am Freitag zu Besuch und sie hat sich ums Sechzehn Uhr zu ihm an den Tisch gesetzt.
00:16:49: Mit ihrem eigenen Kaffee und hat gesagt, zeig mir das mal was rechnest du da?
00:16:54: Und er hatte die Zahlen gezeigt alle bei Tageslicht!
00:16:58: Das ist der Türrahmen.
00:17:01: nur Bernhardt hat die Situation geändert.
00:17:05: Er hat sie durchbrochen für seine ganze Generation.
00:17:09: Das war die eine Hälfte, warum dein Kopf immer einen neuen Zaun findet und wieder dem Leibwächter antwortest.
00:17:16: Und jetzt die andere Hälfe?
00:17:18: Warum du Sorgen nicht bekämpfen kannst!
00:17:21: Ich fange mit einer alten Geschichte an – Du kennst sie vielleicht aus der Schule Aber vielleicht hast du sie noch nie so gehört.
00:17:29: Ein König Laos von Theben.
00:17:32: Er bekommt eine Prophezeiung Sein Sohn wird ihn töten und seine Frau heiraten Und der König tut was Sorgen immer tun.
00:17:42: Er denkt darüber nach, nachts beim Essen, beim Anschauen des Babys und je länger er denkt, desto wirklicher wird es in ihm.
00:17:51: Bis er das Kind aussetzen lässt sein eigenes Kind in den Bergen um die Sorge loszuwerden.
00:17:58: Das Kind überlebt ein Hirtefindetes.
00:18:01: Es wächst woanders auf – es heißt Ödipuss.
00:18:05: Und es hört als junger Mann dieselbe Prophezeiung Er werde seinen Vater töten und seine Mutter heiraten.
00:18:11: Und was tut er?
00:18:13: Er flieht, er verlässt die Menschen, die er für seine Eltern hält um die Sorge loszuwerden.
00:18:19: Unterwegs an einer Kreuzung gerät er mit einem fremden Mann in Streit.
00:18:23: Es geht um nichts, um den Vortritt... ...und Ödipus erschlägt einen abfremden Mann!
00:18:30: Und der fremde Mann ist sein Vater.
00:18:33: Ödibus kommt nach Teben und heiratet die Witwe des Königs Seine Mutter.
00:18:41: Atme einmal tief ein, wieder in deinem Bauch hinein und lange wieder aus!
00:18:49: Zwei Männer – beide wollten die Sorge loswerden.
00:18:54: Beide haben genau das gebaut, wovor sie geflohen sind.
00:18:58: Ich gebe dir dazu einen Satz mit.
00:19:00: Jedes Sorge, den du bekämpfst wird mit der Energie gemestet, die du gegen sie richterst.
00:19:06: Gemestet wie ein Tier.
00:19:10: Du kennst es?
00:19:11: Es ist dreiundzwanzig Uhr, du liegst im Bett und du sagst dir jetzt nicht in das Gespräch morgen denken.
00:19:16: Jetzt schlafen, nicht denken!
00:19:19: Und was ist denn deinem Kopf?
00:19:21: Das Gespräch... ...in großer Aufnahme.
00:19:25: Du sagst ich will nicht an meine Falten denken und der Spiegel ist den ganzen Tag da.
00:19:30: Der Kopf versteht das Wort NICHT nämlich Nicht Erhört nur Gespräch, falten und malt Atmet tief ein Und lange wieder aus.
00:19:45: Ich hatte einen Glenten, dem ist etwas passiert das ich dir erzählen will.
00:19:49: Ein bekannter von ihm verliert im Ausland seinen Ausweis und mein Glent beschließt dass ihm das nie passieren darf.
00:19:57: er prüft seine Geldbörse ständig im Auto vor dem Schlafen gehen und dann hat er die rettende Idee er kopiert den Ausweis im Supermarkt am Kopierer damit er eine Kopie hat falls das Original mal weg ist.
00:20:11: Zwei Tage später ist der Ausweis weg.
00:20:13: Er liegt im Kopierer.
00:20:16: In dreißig Jahren hatte mein Klient noch nie in der Moment verloren, bis er sich davor gefürchtet hat.
00:20:23: Ich habe gelacht als er es mir erzählt hat und dann nicht mehr weil ich meinen eigenen Kopierern kenne Und ich erzähle dir davon!
00:20:32: Ich hab dir das vielleicht noch nie so erzählt.
00:20:36: Nach meiner Scheidung nach dem Verlust der Kinder in den Jahren bevor mein zweiter Mann kam.
00:20:43: Ich habe gewusst dass ich verlassen werde Nicht vielleicht, sondern ganz sicher.
00:20:48: Das war die Prophezeiung, die ich aus der Küche meiner Mutter mitgenommen hatte.
00:20:52: Deinen Charakter kann niemand leben!
00:20:55: Diesen Satz höre ich noch immer in mir klingen und ich habe getan was Laeus getan hat.
00:21:03: Ich habe die Sorge bekämpft.
00:21:05: Ich erzählte über einen Sonntagmorgen.
00:21:07: Ich war Mitte zwanzig.
00:21:09: Es war ein guter Mann.
00:21:10: Er hat in der Küche gestanden und uns Kaffee gemacht, er hat ein altes T-Shirt getragen, hat sich umgedreht und gesagt ich könnte mich daran gewöhnen mit dir aufzuwachen.
00:21:20: Ein schöner Satz!
00:21:22: Ein Satz den man sich wünscht?
00:21:24: Und ich habe gespürt wie der Boden weich wird nicht vor Glück sondern vor Angst weil ich gedacht habe jetzt hat es gesagt Jetzt hatte sie an mich gewöhnt und jetzt wieder sehen wer ich wirklich bin.
00:21:36: und dann geht er.
00:21:39: Am Dienstag habe ich Schluss gemacht.
00:21:41: Ich habe meine Sachen in zwei Taschen gepackt, zwei Tasche mehr hatte ich nicht bei ihm und ich bin gegangen bevor er von der Arbeit kam.
00:21:52: Ich hab einen Zettel da gelassen.
00:21:54: Ich weiß nicht mehr was draufstand.
00:21:56: Ich weiss nur dass sich mich auf die Straße stark gefühlt habe für mindestens eine Stunde!
00:22:02: Ich habe gedacht wenn ich sowieso verlassen werde weil ich so schrecklich bin dann bestimme wenigstens den Zeitpunkt.
00:22:09: Und so habe ich mich eigentlich selbst verlassen in dieser Situation.
00:22:13: Und zwar jedes Mal wieder, bevor es jemand Anderer tun konnte.
00:22:18: Ja?
00:22:19: Du weißt das schon Mein Ausweis lag im Kopierer.
00:22:24: Ich erzähle dir das nicht damit du Mitglied hast!
00:22:27: Ich erzähl es dir weil ich weiß dass du eine Version davon in dir trägst.
00:22:32: Vielleicht keinen Mann Vielleicht eine Freundschaft die du hast einschlafen lassen Bevor sie enttäuschen konnte Eine Bewerbung, die du nicht abgeschickt hast damit dich niemand ablehnen kann.
00:22:46: Ein Wort das du nicht gesagt hast damit es nicht falsch klingen kann.
00:22:52: Wovor bist Du schon geflohen in deinem Leben und was hast Du dabei gebaut?
00:22:58: Was tust Du wenn bekämpfen nicht geht?
00:23:04: Zuerst tust du etwas Kleines Die Sätze umdrehen.
00:23:09: Nicht ich will nicht mehr verlassen werden Denn der Kopf hört nur verlassen.
00:23:15: Stattdessen sagst du, ich werde
00:23:17: bleiben.".
00:23:19: Ich sagte meine drei Sätze damit du hörst wie das klingt.
00:23:23: Ich werde meinen Kindern eine Mutter sein die viel lacht besonders wenn sie Fehler machen!
00:23:32: Ich werde mich morgens liebevoll im Spiegel ansehen wie eine gute Freundin.
00:23:39: Ich würde bleiben wenn es schön ist.
00:23:44: Merkst du's?
00:23:45: Kein einziges nicht.
00:23:48: und jetzt du Nimm einen deiner, ich will nicht mehr setze und drehe ihn um.
00:23:54: Nicht laut!
00:23:55: Nur in dir oder vielleicht auf einem Blatt Papier.
00:24:00: Und dann etwas größeres Etwas das ich bei einer Klientin gemacht habe.
00:24:07: Ich sagte ehrlich es war eine neue Technik, ich hatte selbst Zweifel.
00:24:11: Ich erzählte von Elisabeth Wir nennen sie einfach Ja-Gang-Mann-Nanzen-Achtundfünfzig Pensionierte Volksschollärerin Seit drei Jahren verwidert.
00:24:21: Ihr Mann hieß Hermann Zwei erwachsene Kinder, eine Tochter in Wien und ein Sohn in der Nähe.
00:24:29: Ich zeigte ihren Morgen sechs Uhr.
00:24:32: Sie ist immer um sechs wach seit vierzig Jahren.
00:24:35: Sie sitzt am Küchendisch vor ihr einkariertes Schulheft.
00:24:39: Ein Schulheft hat noch viele Kartons davon im Keller.
00:24:44: In dem Heft stehen Zahlen die Pensionen, Betriebskosten einen Kostenvoranschlag für das Dach den sie vor einem Jahr eingeholt haben Die Zinsen vom Sparbuch, was die Enkel einmal bekommen sollten.
00:24:58: Sie rechnet mit einem Bleistift und das Ergebnis ist gut.
00:25:02: Es reicht.
00:25:03: es reicht sogar locker.
00:25:06: sie rechnet am nächsten Morgen um sechs Uhr wieder Und ich sage dir Was auf der anderen Seite des Tisches ist ein leerer Stuhl.
00:25:15: Herrmann hat immer die Zahlen gemacht.
00:25:17: Fünfunddreißig Jahre lang sich nie um Geld gesorgt.
00:25:20: keinen einzigen Tag weil er es für beide gemacht hat.
00:25:25: Die Sorge ist nicht mit dem Geld gekommen, das Geld war immer da!
00:25:30: Die Sorg ist mit dem leeren Stuhl gekommen.
00:25:33: Verstehst du?
00:25:34: Der Kopf hat einen Zaun gesucht den er streichen kann, weil er das andere nicht streichen kannst – den Stuhll.
00:25:42: Sie ist zu mir in die Praxis gekommen, weil ihre Tochter es ihr zu Weihnachten geschenkt hat.
00:25:47: Drei Stunden Coaching bei mir.
00:25:49: Sie hat das mit spitzen Mund gesagt.
00:25:51: Meine Trochter meint, das würde mir gut tun.
00:25:55: Eine kleine sehr aufrechte Frau.
00:25:58: Graue Kurzhaarfrisur setzte sich hingesetzt die Handtasche auf den Schoß gelegt und beide Hände darauf.
00:26:04: Wie in der Kirche!
00:26:06: Er erster Satz war?
00:26:07: Ich habe eigentlich nichts zu klagen... ich hab gewartet.
00:26:14: Sie hat mich dann von ihrem Haus erzählt.
00:26:17: Sie meint sie hätte eine gute Pension.
00:26:19: zwei Kinder, die sie anrufen und sie sorgt sich rund um die Uhr ob die Pension reicht, ob das Dach hält.
00:26:26: Ob die Bank sicher ist und ob die Enkel einmal etwas bekommen von ihr?
00:26:31: Sie hat gesagt ich weiß ja dass es unsinnig ist.
00:26:34: Ich habe es mir schon tausendmal verboten Und ich hab gedacht da is der König von Theben mit Handtasche!
00:26:42: Ich habe eine Aufgabe gegeben.
00:26:45: Im Coaching nennen wir das Paradoxeverschreibung.
00:26:49: Ich habe sie hier nicht erklärt, ich hab's einfach gesagt.
00:26:52: Elisabeth Ich möchte, dass sie sich diese Woche jeden Tag von neun bis halb zehn an den Küchentisch setzen und sich ihre Sorgen um Geld machen.
00:27:00: Ordentlich!
00:27:01: Mit dem Heft alles aufschreiben was schiefgehen kann das Dach die Bank die Enkel und wenn Sie fertig sind noch fünf Minuten dran hängen damit es auch reicht.
00:27:13: Es hat mich angeschaut als hätte ich etwas Unanständiges vorgeschlagen Und dann hat sie gesagt und was ist mit sechs Uhr?
00:27:20: Ich habe gesagt um sechs Uhr trinken sie Kaffee.
00:27:23: Die Sorgen haben um neun Uhr termin.
00:27:27: Atme tief ein in den Bauch hinein und lange wieder aus.
00:27:35: Nach einer Woche kam sie wieder.
00:27:37: Es hat sich hingesetzt, diesmal hat sie die Handtasche neben dem Stuhl gestellt auf dem Boden.
00:27:43: Ich habe es lächelnd wahrgenommen Und sie hat gesagt vor Edelhammer Montag und Dienstag hab ich das gemacht ganz ordentlich zwei Seiten.
00:27:51: am Mittwoch habe ich mich um neun hingesetzt das Hälft aufgeschlagen unterstand irgendwie schon alles drin Das Dach, die Bank, die Enkel.
00:27:59: Ich habe nichts Neues gehabt, ich hab da gesessen und auf die Uhr geschaut.
00:28:05: Und am Donnerstag, frag' ich... Am Donnerdag habe ich angefangen zu lachen!
00:28:10: Ich habe an meinen Küchentisch gesessen mit meinem Heft und dem Dach unter Banken und habe gelacht wie eine Blöde ganz allein.
00:28:15: Ich habe mich ziemlich dumm gefühlt und ich habe gedacht Hermann wenn du das jetzt sehen könntest?
00:28:22: Dann ist sie still geworden und hat gesagt, ich glaube ich habe mir Sorgen gemacht damit ich nicht traurig sein muss.
00:28:30: Bleib einen Moment bei diesem Satz Ich habe mir Sorgen gemacht, damit ich nicht traurig sein muss.
00:28:39: Das ist der Zaun!
00:28:41: Das ist die ganze blaue Farbe – das Dach hat sie angestrichen, damit sie den leeren Stuhl von ihrem geliebten Hermann nicht anschauen muss.
00:28:49: Sie hat an diesem Nachmittag bei mir geweint.
00:28:52: Zum ersten Mal seit dem Begräbnis hat sie gesagt und sie hat sich dafür entschuldigt, dass sie geweint hat.
00:28:59: Ich habe gesagt, das ist der Grund warum es diesen Raum hierbei mehr
00:29:02: gibt.".
00:29:06: Ich will das hier nicht so einfach
00:29:08: abhandeln.".
00:29:09: Elisabeth hat sich danach weiter Sorgen gemacht.
00:29:13: Das Heft gibt's noch, aber es hat jetzt zwei Teile.
00:29:17: Von vorne stehen die Zahlen.
00:29:19: Freitag ist eine halbe Stunde.
00:29:22: So wie Bernhard der Dischler und hinten hat sie angefangen etwas Anderes hineinschreiben – Orte, Rom, der Bodensee ein Garten in England den Hermann immer sehen wollte.
00:29:34: Sie ist im Mai mit ihrer Tochter nach Rom geflogen.
00:29:37: Sie hat meine Karte geschickt, eine Echte aus Papier.
00:29:40: Ich hatte riesige Freude und auf der Stand das Dach hält – und ich auch.
00:29:49: Atme wieder tief ein in den Bauch hinein und lange wieder aus.
00:29:55: Nicht du hast Sorgen!
00:29:57: Die Sorgen haben dich.
00:29:59: Und der Trick ist nicht sie loszuwerden.
00:30:01: Der Trick ist, den Spieß einfach umzudrehen.
00:30:04: Ihnen einen fixen Termin zu geben?
00:30:06: Sehr reinzubitten statt sie durchs Fenster steigen zu
00:30:09: lassen.".
00:30:11: Weil ein Gast am Tisch immer kleiner ist als ein Einbrecher im Dunkeln.
00:30:15: Ich mach das heute so, wenn der Maler mit dem blauen Eimer kommt auf die Terrasse an einem guten Abend sage ich, ich seh dich, du hast noch Farbe – ich weiß!
00:30:27: Und dann freue ich mich auf den nächsten Urlaub und genieße die Zeit jeden einzelnen Moment, denn meine längst großen Kinder mir noch schenken.
00:30:35: Manchmal streicht er Maler trotzdem aber ich stehe nicht mehr daneben und schau zu.
00:30:42: Bevor wir uns heute verabschieden, gebe ich dir wieder ein paar Fragen mit auf deine innere Reise.
00:30:49: Wie viele Sekunden Glück hältst du aus bevor dein Kopf den nächsten Zaun findet?
00:30:58: In welchem Türrahmen hast du deinen Leibwächter geerbt und wer hat damals am Tisch gesessen und gerechnet?
00:31:09: Und welche Sorge streichst du blau an damit du etwas anderes nicht sehen musst?
00:31:16: Du musst diese Fragen jetzt nicht beantworten!
00:31:20: Du musst sie nie beantwortet wenn du nicht willst aber lass sie wieder ein wenig in dir liegen.
00:31:27: Nächstes Mal würde es wieder sehr persönlich, wir gehen in den Rückspiegel zum Grübeln!
00:31:32: Ich erzählte von einem König mit einem Vogel der Zettelfrist und ich erzähle Dir welche Frage ich zehn Jahre lang jeden Abend gestellt habe und welche ich heute statt dessen stelle.
00:31:46: Danke dass Du heute hier mit mir warst – Mit dem Mann uns einen drei Eimern blauer Farbe, mit der Terrasse und meinen vier Sekunden Glück Mit der Mehl, mit den sieben Wörtern.
00:31:59: Mit Bernhard in Socken im Türrahmen.
00:32:02: Mit Lisa und ihrem Café am Freitag.
00:32:05: Mit dem König das ein Kind in die Berge bringen ließ!
00:32:09: Mit dem Ausweis im Kopierer.
00:32:12: Mit den zwei Taschen an einem Dienstag.
00:32:16: Mite Lisa bett ihr um Donnerstag laut gelacht hat.
00:32:20: Mit nem leeren Stuhl, an dem eigentlich Hermann sitzen sollte.
00:32:24: Mit allem was in dir gerade noch nachklingt.
00:32:27: Danke fürs Zuhören Und bis zum nächsten Mal in meinem Fühlraum.
00:32:33: Deine Claudia Redelhammer.
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