Die Angst, die Liebe zu verlieren
Shownotes
In Folge 9 schließt Claudia Redlhammer die dreiteilige Reihe über Angst und Liebe ab. Themen dieser Folge: Die Wohnzimmerszene und das Handylicht, aus dem im Inneren ein Urteil wird. Warum Eifersucht selten eine Aussage über den anderen ist und meist eine Aussage über den eigenen Wert. Die Geschichte von Max, der durch Geben, Geschenke und Bewachen unersetzbar werden will. Wie Verlustangst aus dem, was wir fürchten, oft das macht, was wir herstellen. John Bowlby und sein dritter Band Loss, Sadness and Depression aus dem Jahr 1980. George Bonanno aus dem Jahr 2009 mit The Other Side of Sadness. Ulrich Orth und Richard Robins aus dem Jahr 2014 zur Robustheit des Selbstwerts. Veit Lindau und der Begriff der Verbindlichkeit. Claudias persönliche Geschichte als Kuckuckskind und der Verlust dreier Vaterfiguren. Das Bild der Wellen der Heilung. Und der Satz, den du dir selbst geben kannst. Ich bleibe trotzdem. Abschluss der Trilogie: Drei Schichten derselben Angst, die mit Liebe zu tun haben. Drei Folgen, die zusammengehören.
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00:00:05: Herzlich willkommen zurück in meinem Fühlraum.
00:00:08: Mein Name ist Claudia Riedelhammer und ich freue mich sehr, dass Du heute wieder hier bist!
00:00:15: Ich lade Dich ein, Dich einen Moment ganz still hinzusetzen.
00:00:21: Lass Deinen Blick weich werden.
00:00:24: Atme tief ein Und wieder aus.
00:00:30: Noch einmal lange und tief einatmen und lange wieder ausatmen.
00:00:41: Heute ist die dritte und letzte Folge unserer kleinen Trilogie über die Angst in der Liebe.
00:00:48: In der ersten Folge ging es um die Angst vor der Liebe, um die Hand dem Kaffee zurückzuckt.
00:00:55: In einer zweiten Folge ging Es um die angst nicht geliebt zu werden.
00:01:01: Die Angst ist einfach nicht wert zu sein gelebt zu Werden Um den alten Satz Ich bin nicht genug so wie ich Bin.
00:01:10: heute kommen diese beiden Ängste zusammen.
00:01:14: Heute wird daraus eine Dritte.
00:01:17: Die Angst, die entsteht wenn du endlich Liebe gefunden hast.
00:01:21: Denn ab diesem Moment spürst und weißt Du dass sie dir jederzeit wieder genommen werden könnte.
00:01:29: Heute geht es um die Angst die Liebe wieder zu verlieren.
00:01:36: Ich nehme dich wieder an einen Ort mit heute in ein Wohnzimmer.
00:01:42: Es ist abends Eine Lampe leuchtet warm Ein Fenster steht leicht offen Draußen wird es langsam still.
00:01:53: Die Welt kommt zur Ruhe, so scheint es.
00:01:57: Der Mensch den du liebst sitzt neben dir.
00:02:00: Er schaut auf sein Handy.
00:02:02: Eine Nachricht kommt kurz herein Ein kurzes Licht am Display Ein kleines Lächeln in seinem Gesicht.
00:02:10: Er schreibt etwas zurück und legt das Handy wieder weg.
00:02:14: Du siehst das aus deinem Augenwinkel Und etwa sind ihr zieht sich zusammen.
00:02:20: Wer hat ihm geschrieben?
00:02:23: Warum lächelt er?
00:02:26: Warum zeigt er es mir nicht?
00:02:28: Warum erzählt er es mehr nicht?
00:02:32: Du fragst nichts.
00:02:35: Nicht laut, nur in dir drinnen!
00:02:39: Aber in dir beginnt ein Film – ein Szenario ist ein anderer Mensch eine andere Möglichkeit Ein Ende das noch gar nicht da ist.
00:02:50: Dein Atem wird flacher Deine Schulden werden härter Deine Hand die eben noch sein Knie berührt hat sieht sich leise zurück.
00:02:59: Von außen sieht niemand etwas, aber in dir ist gerade ein großer Sturm losgebrochen.
00:03:08: Da isst sie!
00:03:09: Das ist die Angst, die Liebe wieder zu verlieren.
00:03:14: Sie ist nicht immer laut.
00:03:15: Sie schleicht sich oft ganz leise an und sie macht aus einem Handylicht ein kleines Urteil.
00:03:23: Heute möchte ich dir fühlbar machen was unter dieser Angst liegt weil die Angst die Liebe zu verliern selten allein steht.
00:03:31: Sie hat eine Wurzel Und diese Wurzel heißt fehlender Selbstwert.
00:03:37: Menschen, die den Verlust fürchten tragen meist eine sehr alte Wunder in sich – nicht die Wunde aus dem letzten Streit, nicht die wunde aus der letzten Beziehung sondern eine Verletzung, die viel tiefer sitzt, die viele älter ist, eine Wunde, die du aus der Kindheit mitgebracht hast ohne zu merken dass sie noch da ist und zwar immer!
00:04:05: Meist geht sie einher mit alten Glaubenssätzen.
00:04:09: Egal wie laut oder leise sind ja Klingen!
00:04:11: Wenn du einen schlechten Selbsthört hast und den hat fast jeder, der sich noch nicht auf den Weg der Heilung gemacht hat dann schlummert in uns die Gewissheit.
00:04:21: Irgendwann merkt meine Partnerin, mein Partner ich bin nicht genug.
00:04:27: Irgend wann merkt er Anderes?
00:04:29: Irgendwand findet der andere heraus was wirklich Los ist Irgendwann findet er einen anderen.
00:04:38: Jemanden der besser ist, schöner, klüger, ruhiger, erotischer, gebildeter, eloquenter oder lustiger.
00:04:50: und dann bin ich wieder allein!
00:04:53: Dieser Satz ist der Boden auf dem die Eifersucht wächst.
00:04:57: Diese Sucht, die mit Eifer sucht was Leidenschaft.
00:05:01: Eifernsucht wirkt nach außen wie ein Drama.
00:05:04: Innen ist sie eine Frage Bin ich genug, dass der andere bleibt?
00:05:12: Wer sich selbst trägt, erlebt Liebe anders.
00:05:15: Wer sich selber trägt muss den anderen nicht jede Minute bewachen damit die Liebe bleibt.
00:05:21: Wer sie selbst träght kann ein Händelicht sehen ohne das daraus die Angst vor dem Ende wird.
00:05:27: Ein Versuch ist selten eine Aussage über den Anderen.
00:05:30: Es ist meist eine Aussagen über den eigenen Wert.
00:05:35: Ich möchte dir jetzt von einem Klienten erzählen Damit wir gemeinsam hinschauen können, nennen wir ihn doch Max.
00:05:43: Max steht für viele Menschen die in meine Praxis kommen – Männer und Frauen, Menschen, die in einer Beziehung leben um trotzdem jeden Tag Angst haben diese wieder zu verlieren.
00:05:55: Stell dir einen attraktiven sportlichen erfolgreichen Mann vor!
00:06:00: Max ist Ende dreißig, freundlich und zuverlässig.
00:06:04: von außen wirkt sein Leben ruhig.
00:06:07: In seiner Beziehungen isst er das nicht Wenn seine Partnerin später nach Hause kommt, als abgemacht, wacht etwas in ihm auf.
00:06:16: Wenn sie mit einer Freundin essen geht, schläft er erst ein wenn sie wieder zurück ist.
00:06:22: Er fühlt sich erst wieder sicher, wenn sie neben ihm liegt.
00:06:27: Wenn Sie im Job jemand neuen kennenlernt merkt er sich den Namen.
00:06:31: Er schaut nach, fragt zu oft nach.
00:06:36: Er tut das nicht weil er sie kontrollieren will.
00:06:40: weil er sie nicht verlieren will.
00:06:44: Und dann gibt es die andere Seite, er bringt ja ständig Dinge mit oft zu oft kleine Geschenke Gesten Aufmerksamkeiten.
00:06:58: Er übernimmt Rechnungen, die er nicht übernehmen müsste.
00:07:01: Er organisiert Reisen Er kümmert sich um die Wohnung.
00:07:05: Er hilft auch wenn er nicht gefragt wird.
00:07:09: Von außen sieht das nach Liebe aus In ihm jedoch ist es etwas anderes.
00:07:14: Es ist der Versuch, unersetzbar zu werden.
00:07:17: Der Versuch so viel zu geben dass sie gar nicht mehr gehen kann ohne das ihr etwas fehlt.
00:07:25: Woher kommt das bei Max?
00:07:26: Um das zu verstehen, gehen wir zurück in seine Kindheit!
00:07:31: Er ist mit seiner Mutter aufgewachsen.
00:07:33: Der Vater war kaum da – nicht unbedingt körperlich abwesend aber innerlich nie wirklich erreichbar.
00:07:40: Seine Mutter war einsam.
00:07:42: Sie hat viel mit ihren eigenen Themen gekämpft, Mit Männern die sie enttäuscht haben – mit Geld, mit sich selbst und mit ihrem Aussehen.
00:07:51: Und sie hatte ihren Sohn oft zum Zuhörer gemacht.
00:07:54: Sie hatte ihm erzählt was sie betrückt Was er sich gewünscht hätte welche Enttäuschung in sie in sich trägt.
00:08:01: Er war acht zehn zwölf Er war zu jung für diese Sätze und er hat gelernt was er tun muss damit es ja besser geht.
00:08:12: Er hat dem Haushalt geholfen, bevor sie fragen musste.
00:08:16: Er merkte, wann sie müde war und ist dann ganz leise gewesen.
00:08:21: Er hatte zugehört wenn sie geweint hat und sich selbst daneben gelegt wie ein Kleidungsstück das man später wieder anzieht.
00:08:29: Er war der brave Bub, der Retter seiner Mutter.
00:08:35: Und seine Mutter hat gesagt was wäre ich ohne dich?
00:08:39: Diese Sätze klingen liebevoll!
00:08:42: Aber sie waren viel zu groß für Max.
00:08:44: Sie haben ihm beigebracht, dass Liebe eine Gegenleistung ist.
00:08:48: Dass Liebe kommt wenn man genug tut und das Liebe geht weil man so wenig tut.
00:08:55: Er ist mit diesem Muster erwachsen geworden Und jetzt steht er in Beziehung Mit einer Partnerin die ihn wirklich liebt und der kann ja nicht glauben Nicht weil sie nicht glaubwürdig wäre sondern weil der kleine verletzte Junge in ihm nicht glauben kann, dass Liebe da sein darf ohne das sie sich diese verdienen müsste.
00:09:18: Also tut er weiter!
00:09:20: Er gibt, er organisiert, er hilft, er bewacht, er bezahlt und je mehr er tut desto enger wird es zwischen den beiden.
00:09:34: Sie spürt, dass er nicht mehr frei da ist bei ihr Und er spürts dass sie immer mehr zurückweicht, weil es ihr zu eng ist.
00:09:44: Und er deutet ihren Rückzug als Bestätigung seiner Angst.
00:09:48: Es ist so weit Sie geht mir verloren, denkt Max So arbeitet Verlustangst!
00:09:55: Sie macht aus dem was ich befürchte das was ich herstelle.
00:10:00: Ich möchte dir an dieser Stelle drei Stimmen aus der Forschung mitgeben nicht um zu erklären sondern um in dir zu verankern.
00:10:09: John Bowlby Britischer Psychiater hat den dritten Bahn seiner Bindungstrilogie veröffentlicht.
00:10:16: Er heißt Loss, Sadness und Depression.
00:10:21: Bolbe zeigt darin dass Trauer- und Verlustangst keine Episoden sind die irgendwann abgeschlossen werden.
00:10:28: Sie sind Prozesse die sich über Jahre ziehen Und sie sind mit dem frühen Bindungserfahrungen eines Menschen tief verwoben.
00:10:38: Wer als Kind gelernt hat das Nähe unsicher ist trägt diese Unsicherheit als Erwachsener in jede Beziehung mit, in jede Freundschaft.
00:10:48: Sein wichtigster Satz ganz schlicht lautet, dass Trauer in Wellen kommt – nicht in Stufen, nicht geradlinig!
00:10:56: In Wellen.
00:10:57: Ich komme am Ende noch einmal darauf zurück.
00:11:02: George Benino, Psychologe in New York hat im Jahr two-to-neunzehnt Buch The Other Side of Sadness veröffentlicht.
00:11:09: Er hat Menschen begleitet, die einen Verlust erlitten haben und er hatte etwas gefunden, was viele überrascht hat.
00:11:16: Neben dem Schmerz lebt bei den meisten Menschen auch etwas anderes weiter.
00:11:21: Humor, Alltag, Freude, Liebe – ein Lachen!
00:11:26: Nicht als Verdrängung sondern als Teil dessen, was Mensch sein heißt.
00:11:32: Zur Selbstwertforschung möchte ich euch noch eine kurze Stimme in Erinnerung rufen aus der letzten Folge.
00:11:38: Ulrich Orth und Richard Worbens haben in den Jahren ist ihre große Übersichtsarbeit vorgelegt, eben befund.
00:11:46: Selbstwert ist eine der robustesten psychischen Größen überhaupt – er schwankt nicht tagesaktuell!
00:11:54: Das klingt zunächst ermutigend?
00:11:57: Es heißt aber auch dass Arbeit am Selbstwert tief geht….
00:12:00: sie ist nicht schnell … Aber sie bleibt.
00:12:04: Zurück zu Max Er wird seine Verlustangst nicht wegbekommen, indem seine Partnerin immer wieder erklärt dass sie etab bleibt.
00:12:16: Er wird sie auch nicht weg bekommen in dem er ja immer mehr schenkt!
00:12:22: Er wird Sie verändern können wenn der alte Glaubenssatz in ihm eine andere Stimme daneben bekommt.
00:12:30: Eine Stimme die sagt ich bin auch dann genug wenn ich nichts tue.
00:12:35: Ich bin auch da genug wenn sie weggeschaut.
00:12:38: Ich bin auch dank genug, wenn ich ihr nichts kaufe.
00:12:43: Diese Stimme kommt nicht über Nacht.
00:12:46: Sie kommt in kleinen Schritten – in Erfahrungen die den alten Satz nicht bestätigen sondern entkräften.
00:12:54: In den Momenten, in denen sie bleibt obwohl du nix dafür getan hast!
00:13:00: In den Momenten in denen Liebe einfach das ist was sie isst ein Geschenk.
00:13:06: und sie kommt oft über professionelle Arbeit, über Coaching über ehrliche Gespräche mit Menschen, die dich nicht verurteilen werden.
00:13:16: Es gibt viele Arten von Verlust!
00:13:18: Wir haben nicht nur Angst im Partner zu verlieren – auch unsere Eltern, unsere Kinder, Freunde….
00:13:25: wir haben Angst in Respekt und die Achtung der anderen zu verliern — vielleicht der Kolleginnen oder Kollegen.
00:13:34: An dieser Stelle möchte ich einen Moment persönlich werden.
00:13:39: Ich spreche über Verlusteangst aus eigener Erfahrung.
00:13:43: Ich bin ein Kuckuckskind.
00:13:46: Ich habe meinen leiblichen Vater erst Mitte zwanzig gefunden, Ein Rätsel das ich immer in mir spürte, hab' ich dann eben selbst gelöst.
00:13:55: Leider ohne Happy End!
00:13:57: Er hatte nie Interesse an mehr.
00:14:00: In der Folge habe ich noch zwei Stiefwetter verloren.
00:14:03: Einer davon war mein gefühlter Vater.
00:14:06: Auch er hat mich weggeworfen – ohne Drama mit einem einzigen Satz.
00:14:12: Wenn du diese Trilogie aufmerksam zugehört hast, kannst du dir vielleicht denken was das mit mir gemacht hat.
00:14:20: Wie groß meine Angst vor Verlust in der Liebe war bevor ich mich in meiner Coaching Ausbildung auf den Weg ins Licht gemacht habe Auf dem Weg zur meiner Heilung Zu meinem Selbstwert Zur Liebe zu mir selbst.
00:14:36: Die Wellen der Heilung haben mich oft zurückgeworfen haben mich oft in meine tiefsten Umtiefen gezogen und sie haben mich tatsächlich am Ende das Schwimmen gelehrt.
00:14:47: Ich erzähle dir, dass nicht damit du Mitleid hast!
00:14:50: Ich erzähl es dir, damit du weißt aus welcher Tiefe ich heute über Verlustangst spreche – und damit du weiß, dass sich die Wellen, über die ich gleich sprechen werde selbst durchgegangen, durchgeschwommen
00:15:02: bin.".
00:15:04: Was also hilft Maxin unserem Beispiel?
00:15:07: Die erste Antwort ist unbequem Verlustangst wird nicht leiser, wenn du den Anderen kontrollierst.
00:15:15: Sie wird auch nicht leise, wenn Du Dich kleiner machst!
00:15:19: Sie wird noch nicht leisere, Wenn Du wieder der kleine brave Junge bist!
00:15:25: Sie werden leiser ,wenn Der alte Satz in Dir eine andere Stimme daneben bekommt.
00:15:31: Eine, die sagt Ich bin auch dann etwas wert, wenn sie weggeht.
00:15:37: Dieser Satz ist schwer zu verstehen, schwer zu glauben und noch schwerer auszuhalten – ich weiß das.
00:15:45: Ich will nicht tun, als wäre er leicht.
00:15:48: Diesen Satz zu deiner Wahrheit werden so lassen ist nicht leicht.
00:15:52: Er kommt nicht von heute auf morgen.
00:15:55: Er ist der erste und vielleicht schwierigste Schritt in Richtung Selbstwert – in Richtung Selbstliebe!
00:16:02: Der Königsdisziplin in der Persönlichkeitsentwicklung.
00:16:07: Aus der Coaching-Welt möchte ich dir dazu eine Stimme mitgeben.
00:16:10: Veit Lindau spricht oft von Verbindlichkeit als Gegendwurf zur Flucht.
00:16:16: Verbindlichkeit heißt nicht, dass es nie schwer wird.
00:16:21: Verbindigkeit heißt das du bleibst auch wenn die alte Angst sich meldet.
00:16:27: Das ist keine empirische Forschung.
00:16:29: Das is dein Angebot.
00:16:31: Du kannst es nehmen wenn es dich berührt.
00:16:34: Jetzt komme ich zu dem Bild, das ich dir am Ende mitgeben möchte.
00:16:39: Das Bild der Wellen Die Welle in der Heilung.
00:16:44: Wellen kommen und gehen Wieder ein Atem Wie jeder Herzschlag.
00:16:50: Wie Gedanken, wie Gefühle.
00:16:54: Heilung geht nicht in Stufen.
00:16:56: Heilung wird in Wellen.
00:16:58: Du machst Schritte nach vorne Tage an denen es leichter ist Wochen in denen du denkst Jetzt habe ich's geschafft Und dann kommt ein Morgen Du wachst auf und die alte Angst ist wieder groß Genauso groß wie früher Vielleicht sogar noch größer.
00:17:17: Und du denkest Ich bin zurück auf Null Aber du bist nicht zurück auf Null.
00:17:24: Du bist in einem neuen Welle derselben Bewegung, die Amplituden verändern sich, die Intensität nimmt mit der Zeit ab, die Abstände zwischen den Wellen werden größer.
00:17:37: Die Wellen selbst hören nicht auf und das ist nicht ein Versagen!
00:17:41: Das ist nicht dein Rückfall – das isst wie Heilung eben aussieht.
00:17:48: Bevor wir uns heute verabschieden gehe ich noch einmal an den Anfang zurück.
00:17:52: Erinnerst du dich an die Hand auf der anderen Hand im Kaffee?
00:17:58: An das leichte Zurückzucken.
00:18:01: Diese Hand zuckt vielleicht heute immer noch und das ist in Ordnung, aber daneben kommt jetzt ein neues Gefühl und dieses Gefühl sagt ihr ich bleibe trotzdem Ich bleibe trotz dem an diesem Tisch sitzen!
00:18:21: Ich bleibet Trotz dem in dieser Beziehung Und ich bleibt trotzem bei mir selbst Auch wenn das Handy leuchtet, auch wenn die Angst in mir sagt geh jetzt lieber.
00:18:32: Auch wenn die Welle gefüllt gerade zu groß für dich ist Ich bleibe trotzdem.
00:18:39: Das es kein Rezept, dass es keine Methode, das ist ein Satz den du dir selber geben kannst heute oder irgendwann.
00:18:50: Danke, dass du diese drei Folgen mit mir gegangen bist.
00:18:54: danke, dass Du heute wieder hier mit mir warst In meinem Füllraum.
00:18:58: Untertitel im Auftrag des ZDF.
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